Antwort
Hallo Nereus
Du schreibst u.a.: Mit Religiosität oder Spiritualität meine ich im
Grunde bedingungsloses Vertrauen, auch trotz besserem Wissen oder
gegenteiligen Erfahrungen. Eben Glauben statt Wissen bzw. glauben statt
wissen/lernen.Jetzt mal ganz ehrlich. Was wissen wir denn wirklich?
Ich behaupte, von dem angeblichen Wissen, welches wir GLAUBEN zu WISSEN
sind 95 bis 99 % purer Glaube.Wir müssen unablässig glauben.......
.... Daher darf man sich zunächst bei der Thematik ein wenig in Demut üben.
In diesen Beispielen geb ich Dir völlig Recht. ich hoffte eigentlich, daß ich das klar formuliert hätte (oben gefettet). Hier bedeutet glauben = annehmen bis zur Widerlegung.
Diese Offenheit haben die von mir abgelehnten, weil nicht nachvollziehbaren geschlossenen Weltbilder, nicht, da werden Erkenntnisse abgelehnt, der Suchende sanktioniert.
Der Kommunist ist ein zersetzendes Subjekt, wenn er Erkenntnisse nach einem alternativen Zweck des Kommunismus sucht.
Gläubige sind Ketzer, wenn sie die Allmacht ihrer jeweiligen Gottes anzweifeln. (z.B. mittels der Vorstellung, daß das Universum nur ein Computerprogramm ist oder nur in der Vorstellung einer träge im All dahinschwebenden Schildkröte existiert, um auch dem Taoismus einzubeziehen)
Da ist jeder Ausgang verbaut, in sich geschlossen.
Das wende ich auch auf alle anderen welterklärenden dogmabehafteten
Ismen an. Es macht für keinen Unterschied, ob jemand an den Kommunismus,
an Mutter Gaja, oder an Gott und Teufel glaubt.Dogmen sind Verkürzungen/Vereinfachungen und daher angreifbar.
Deswegen müssen sie aber nicht grundsätzlich falsch sein.
Wer den Glauben anderer einfach so ratz fatz vom Tisch wischt, muß sich
vorwerfen lassen entweder allwissend oder oberflächlich zu sein.
Ich wische keinen Glauben vom Tisch, ich wische keine Gläubigen vom Tisch, ich wische keine Auswirkungen von Gläubigen vom Tisch, ich verwehre mich einer Vereinnahmung und behalte mir vor, die von mir gewonnenen Erkenntnisse darüber zu äußern.
Der Kommunismus enthält durchaus interessante Gedanken und das gilt auch
für die Theorie, daß die Erde ein Lebewesen sei und für den Glauben an
einen Gott.
Will sagen: Nicht so schnell mit den jungen Pferden.
Es ist unerheblich, was solche geschlossenen Weltanschauungen beinhaltet, entscheidend ist, wofür sie benutzt werden. An sich sich kein geschlossenes Weltbild schlecht. Es sind sicher hunderte davon im Laufe der Menschheit entstanden und wieder vergangen. Jeder soll sogar glauben, was er mag, wie könnte er sonst zufrieden sein? Ich lehne nur weltliche Einflussnahme ab, den Mißbrauch des persönlichen Glaubens. Das fängt bereits bei Essensvorschriften, Symbolen, Kleidungsarten und Schmuck an.
Nicht die Erkenntnissuche ist die Ursache, sondern der Mißbrauch in
sich geschlossener Welterklärungsmodelle ist diese Basis.Um zu wissen oder erahnen, ob es sich um Mißbrauch handelt, muß man erst
einmal nach Erkenntnis suchen. Das ist schon schwerer als man glaubt.
Hat niemand gesagt daß es leicht ist und noch weniger, daß man sich öfter verrennt als erwartet. Im dem Sinne bin ich zu jeder Revidierung meiner Sicht der Dinge offen , im Unterschied zu...
Also ist nur der Kampf um Vormachtstellung verschiedener Glauben.
Dieser kurze Satz zeigt mir, daß Du gedanklich gar nicht richtig
eingestiegen bist.
Das werfe ich Dir nicht vor, aber sich nehme mit hoher Wahrscheinlichkeit
an:
Wenn Du diese Thematik überhaupt nicht wissen bzw. verstehen willst,
wirst Du die Hintergründe des Weltgeschehens nie in seinem gesamten
Spektrum begreifen.
Es meiner Ansicht nach absolut entscheidend, was die Menschen glauben,
egal ob Eliten oder Sklaven.
Natürlich ist das wichtig, aber nichts göttliches. Menschen können sich auch wegen unterschiedlicher Vorstellung der Farbe eines Klappstuhls bekriegen. Verstehen und nachvollziehen ist nicht das selbe wie mitzuglauben.
Um das Weltgeschehen zu verstehen, sollte man dahinter schauen und man wird immer eine Form von Machtanspruch finden, ob dieser Anspruch als Klappstuhlvertretung oder göttlich daherkommt, ist irrelevant, weil vorgeschoben. es sind Verkaufsargumente, nicht mehr.
.. einer Erklärung alá Matrix oder unendlichen
Parallelwelten/Metaversen würde ich eher zustimmen.
.. In dem Zusammenhang gibt es in den unendlich vielen Uni- und Metaversen
sicher auch unendlich viele Götter, in diesem Universum allerdings fehlt
mir bis zum Gegenbeweis der Existenz des allmächtigen und damit
allverantwortlichen Gott der Glaube daran.Schönes Beispiel.
Du kannst Dir also vorstellen, daß es tatsächlich Abermilliarden
Paralleluniversen gibt, wo theoretisch alle Möglichkeiten von
Ereignisabfolgen realisiert werden können.
Aber Du kannst Dir nicht vorstellen, daß in nur einem einzigen Universum
eine geistige Kraft existiert, die ursächlich für die lebendige Natur
sein könnte.
Doch natürlich kann ich mir das vorstellen, schrieb ich doch., nicht nur einem einzigen, sondern in unendlich vielen. Mir fehlt jedoch der Glauben, weil gegenteilige Erkenntnisse, daß in diesem Universum ein Allmächtiger waltet. (z.B. Hier walten ja mehrere "Allmächtige" oder Ein Allmächtiger braucht keine Anbetung von seinen Geschöpfen (zu fehlen)und wenn doch, hätte er die gleich mit einbauen können.)
Nun, das letzte Beispiel ist sicher nicht einfach zu denken, aber aus
dessen Nichtverständnis abzuleiten, daß nun alles Geschehen in
unendlicher Vielfalt möglich sei ist mir dann doch zu hoch.
Gott zu glauben ist sehr einfach, nimmt er doch die Eigenverantwortung und Sinnsuche ab.
Der kleine Schritt ist nicht möglich oder man traut sich nicht aber der
weite Sprung, der ist überhaupt kein Problem.
Ich bin den kleinen Schritt schon gegangen, habe aber erfahren, daß er eine Sackgasse ist, bin zurück und gehe andere Wege. Ich habe hunderte Stunden mit dem Studium der Bibel zugebracht, aber außer sich wiederholender moralisierender Geschichten ist da nichts, von der Fantasy abgesehen. Wenn das eine heilige Offenbarung ist, ist Battlestar Galactica auch eine.
Auch daran kann man glauben müssen, wenn man es seit der Muttermilch eingetrichtert bekommt.
Nun denn.
Übrigens, hier klemmt es schon bei der Definition.
Das Universum ist lt. Wikipedia:Das Universum (von lateinisch universus „gesamt“, von unus und
versus „in eins gekehrt“), auch: der Kosmos oder das Weltall, ist die
vorgefundene Anordnung aller Materie und Energie ,
angefangen bei den elementaren Teilchen bis hin zu den großräumigen
Strukturen wie Galaxien und Galaxienhaufen.
Ich habe die Einschränkung mal gefettet. Ist halt Wikipedia.
Wenn also ALLES was existiert in ein Universum paßt bzw. diese Gesamtheit
repräsentiert, dann ist die Annahme schon eines 2. Universums definitiv
ausgeschlossen.
Nur einfache Beispiele, daß es mehr gibt als Universum lt. Wiki.
Was war an dem Platz des heutigen Universums beim Urknall, was davor.
Das Universum dehnt sich aus und zieht sich zusammen, Wohin dehnt es sich aus, was ist dort, wo vorher das sich zusammenziehende Universum war.
Wir wissen es nicht, werden es vielleicht nie wissen, können es vielleicht nie wissen, Vielleicht ist alles nur eine Idee in Gottes Gehirnwindungen, vielleicht ein Computerspiel, vielleicht ein Staubkorn in einem Überuniversum, vielleicht Teil der Energie in einem Tachion.
Aber eines weiß ich, ein mechanistisches Weltbild als auch ein geschlossenes Weltbild wird nicht zum Erkenntnisgewinn beitragen.
......– siehe die unzähligen Beispiele in
der Musikindustrie.
sie unterhalten,indem sie Emotionen transportieren.
Solche Diskussionen sind immer unbefriedigend, weil im besten Fall nur Ansichten getauscht werden können. man kann eben nicht den Überzeugungen(Glauben) des Anderen nachfühlen.
Aber meist missversteht man sich trotz aller Offenheit, weil jeder anders denkt.
mfg
Dirk
--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.
![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)