Es gibt keine Alternative zur Demokratie

Taurec ⌂, München, Sonntag, 13.09.2015, 11:57 (vor 3785 Tagen) @ Hannes4298 Views

Hallo!

Alles Schön und Gut, was Du schreibst, sauberer Stil, sehr gebildet, zwar
radikal, aber OK. Was ist aber Deine Alternative? Seitdem ich Dich lese,
frage ich mich: Der will doch auch nur die Diktatur? Wer soll denn dann der
neue Diktator sein? Oder eine Art Feudalismus? Was willst Du eigentlich
nach der Abschaffung der Demokratie machen? Wer soll denn führen? In
welchen Grenzen?

Völlig falsche Frage. Als ob man die Alternative zur Demokratie beschließen könnte und dann gemeinsam (quasi ebenfalls demokratisch) aufbauen könnte.

Die Demokratie ist das Verfallsstadium im Zyklus der Völker, in welchem diese sich einerseits aus innerer Formlosigkeit selbst auflösen, andererseits durch den völkerhassenden Pöbel, der sich auf die verwaisten Throne gesetzt hat, in Verbindung mit den Geldmächten, die schrankenlos Geschäfte machen wollen, aufgelöst werden.

"Feudalismus" ist lediglich der Begriff, mit dem die Zerstörer die ehemals gesunde, aufbauende, hierarchische Gesellschaftsstruktur, die jedem gesunden Volke und dem Leben an sich eigen ist, verächtlich machen wollen.

Das ist aber dahin. Ein ständisch geprägtes Lehenswesen wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben. Allenfalls wenn der Kulturabbruch vollzogen ist, wenn die Bevölkerung in Bürgerkriegen und Hungersnöten drastisch dezimiert wurde, wenn auf den Plätzen und Parks zwischen den Ruinen die Schafe weiden, wenn die Namen der europäischen Nationen nurmehr eine ferne Erinnerung sind wie "Rom", wenn die Hochsprache nicht mehr verstanden oder allein von seltenen Gelehrten erlernt werden kann, wenn Goethe, Mozart und alle, auf denen sie aufbauten, nicht mehr begriffen werden, sofern man sie überhaupt kennt, wenn alle Erinnerung und jede Verbindung zum Früher abgerissen ist, könnte es einen Wiederaufstieg geben, von der Tabula Rasa aus.

Der Nachfolger der Demokratie stellt sich von selbst ein. Da gibt es keine Wahl. Ich sehe hier zwei Möglichkeiten. Wir bekommen entweder einen Imperator, der sich die Reste der Staatlichkeit aneignet und mit Gewalt Ordnung schafft über die formlosen Bevölkerungsmassen, oder Europa zerfällt in eine Vielzahl mehr oder minder ausgedehnter Territorien, in welchem Kriegsherren unterschiedlicher ethnischer und religiöser Abstammung das Sagen haben. Es wird auf jeden Fall eine Gewaltherrschaft sein. Aber auch dies ist nur ein weiterer Schritt in ein "dunkles Zeitalter", das eigentlich ein Neuanfang ist.

In jedem Fall ist die Demokratie die allerschlechteste aller Staatsformen, weil sie überhaupt keine Form ist, sondern das Gegenteil, das absolute Signum des Untergangs. Die Demokratie wie sie in den Lehrbüchern steht, gibt es gar nicht. Das ist eine Wahnvorstellung weltfremder Spinner. Die Idee ist lebensfremd. Daher wird, wo immer sie umgesetzt wird, das Ergebnis lebensfeindlich sein.

Monterone ist auf ganzer Linie zuzustimmen. Daß man die Dinge beim Namen nennt und bis zur letzten Konsequenz durchdenkt, bedeutet nicht, eine Alternative zu haben zum alternativlosen und notwendigen Zusammenbruch morscher Gerippe.

Vorstellbar, als Hoffnungsschimmer, ist das Überdauern eines Funkens der abendländischen, keltogermanischen Seele über die gegenwärtigen Umbrüche hinweg, so daß es irgendwann in der Zukunft zu einer Art Reinkarnation des Abendlandes kommt, welche aber, wie auch im Modell der Reinkarnation auf individueller Ebene, mit einem weitgehenden Vergessen des früheren Lebens verbunden wäre. Alles Leben kommt von innen, aus der Seele. Was wir im Augenblick noch als Kultur vor Augen haben, ist geprägte Form, die zerstört und neu geschaffen werden kann.

Zum Schluß eine passende, wortgewaltige Predigt zum Thema:
Pfarrer Hans Milch über die Zukunft Deutschland und Europas

Gruß
Taurec

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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


Weltenwende


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