Die Uniformität der Individualisten

Sylvia, Donnerstag, 03.09.2015, 08:25 (vor 3795 Tagen) @ Taktiker2544 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 03.09.2015, 08:37

Und seit 15J ist nun auch die Bevölkerung überall austauschbar. Überall
die gleichen Technokraten in selber Kluft, dialektlos, meinungsnormiert,
dumm wie Scheiße, aber allesamt gleichstolz auf ihre ach so tolle
Refugee-Humanität...

Ja das kotzt mich auch an!

Sie kotzen mich an, diese "Individualisten", die in höchstem Maß damit beschäftigt sind, ein künstliches Scheinbild von sich aufrecht zu erhalten. Wer schon mal an einem durchschnittlichen Tag durch die hippen Bezirke der Hauptstadt spaziert ist, kennt diese in ihrer "Individualität" erschreckend uniformen jungen Berliner_innen, deren größte Angst zu sein scheint, uninteressant zu sein. Ihr äußeres Erscheinungsbild, von der Kleidung über die Frisur bis zu den technischen Accessoires, ihre Interessen, ihre Mimik und Gestik und sogar die Tonlage, in der sie reden, sind ein einziges unnatürliches Gehabe und Gewese.

Man sieht diese Schauspieler, die immer nur sich selbst spielen und dabei nie wirklich sie selbst sind, in den Cafés, den angesagten Modeläden, den "shared workspaces", den Kneipen und den Clubs von Neukölln, Friedrichshain, Mitte und Kreuzberg, und man erkennt sie neben den oben genannten Äußerlichkeiten vor allem daran, dass sie niemals entspannt aussehen, sich nie irgend eine Blöße geben, nie lachen.

Der Trend, in (fast) jeder Lebenslage Selfies von sich zu machen, verstärkt dieses Verhalten ins Unermessliche: Jeder muss zu jeder Zeit diesem scheinbar perfekten, künstlichen Bild entsprechen und darf keine Sekunde lang unvorteilhaft aussehen.


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