Denk ich an Deutschland in der Nacht ...

Arvid, Mittwoch, 02.09.2015, 22:44 (vor 3796 Tagen)4767 Views

dann stelle ich mir ein anderes Land vor; ihr sicher auch, wie hier so vielen Beiträgen zu entnehmen ist.

Allerdings ist "mein" Deutschland nicht frei von muslimischen Migranten, Flüchtlingen aus Syrien und generell ausländerfrei. Sondern es ist vor allem ein Land der Gemeinschaftlichkeit und der Bildung, fortschrittlicher Technologien und Mut zur Zukunft.

Gehen wir die Punkte durch:

1. Mut zur Zukunft
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Eine vernünftige Einwanderungspolitik würde (allerdings auf Kosten anderer Länder, aber das ist ein anderes Thema) Personen nach Deutschland einladen, die sich in der jeweils erforderlichen Weise dafür als qualifiziert erweisen.

Es gäbe Integrationspfade die sowohl von der Mehrheitsbevölkerung als auch von den Einwanderern akzeptiert würden.

Der demografische Schatten, der Deutschland verdunkelt, würde sich wesentlich lichten.

Damit geht auch eine Verbesserung der Innovationsfähigkeit einher. Und denkt jetzt nicht immer nur an die Metall(ver)formung und -bearbeitung, da sind wir Spitze, aber in anderen Feldern leider abgehängt, auch und wegen der deutschen Mentalität.

Damit komme ich zu Punkt 2:

Fortschrittliche Technologie
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Da wird weh tun, aber es muss sein! Fortschrittliche Technologie ist eben nicht, Autos auf die Strasse zu bringen, so modern sie auch sein mögen. Der Fortschritt liegt eben nicht im Individualverkehr, sondern im individualisierten ÖPNV. Bei der Entwicklung solcher Lösungen helfen eben junge, aktive und nicht saturierte Mitbürger, die alle auf ihre Rente / Pension und deren Erhalt starren und davon gelenkt werden.

Das ließe sich durchdeklinieren, but you got the point.


Bildung
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Ein Staat mit vielen Einwanderern muss eben viele Bildungsangebote machen und viele Bildungseinrichtungen unterhalten und mit einer Vielfalt von Lernkulturen klar kommen und diese integrieren.

Schon heute ist es normal, nicht in dem Beruf, den man erlernt hat zu arbeiten. In Zukunft wird das Lernen im Beruf für alle wesentlichen Arbeitsplätze normal sein. Ausgeschlossen simple Servivetätigkeiten.

Deswegen ist es gut, Menschen die ein solches Leben gewohnt sind, bei und unter uns zu haben.


Gemeinschaftlichkeit
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Statt der hier viel zu oft propagiert (jeder ist seines Glückes Schmied und ich schaff' es alleine (am besten)) Mentalität, müssen wir, wenn wir als Gattung überleben wollen, der Gemeinschaftlichkeit und nicht den Egoismen den Vorzug geben.

Klar, dies hier zu thematisieren, bin ich im falschen Forum. Applaus ist nicht zu erwarten. Aber ich werfe lieber Perlen vor die Säuen, als sie denen umzuhängen, die schon genug haben.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen:

- Bedingungsloses Grundeinkommen (soziokulturelles Existenzminimun) mit Anreizen zur Erwerbsarbeit
- Genossenschaften statt Konzernen
- stärkere Elemente direkter Demokratie
- raus aus der NATO
- dafür ein starker Bürgerheer zur Verteidigung (da gibt es schöne Konzepte: Eine strukturell nicht angriffsfähige, aber wehrhafte Verteidigung durch Bürgerwehren)
- usw., usf.

Ich bin sicher, die Ideen sind euch geläufig, bekannt und größtenteils zuwider. Aber dies ist *meine* Vorstellung von Deutschland, wenn ich nachts daran denke.


Und eure Vorstellung?

--
"Journalism is printing what someone else does not want printed. Everything else is public relations." - George Orwell

Arvid


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