verrückt machen lassen oder selbst verrückt sein
Hallo azur!
Ich werde auf Deine Zeilen jetzt mal sehr direkt antworten.
Es geht mir auch nicht darum Dich zu ärgern oder herauszufordern, sondern es ist an uns alle gerichtet, meine Wenigkeit inbegriffen.
Du schreibst: .. wir fragen uns hier auch, wie es kam, wie es nun ist, und vor allem, wie offenbar vielen eine "Schere in Kopf" gelangen konnte, mit der jede Äußerung argwöhnisch abgeklopft wird, ob andere oder man selbst nicht etwas Falsches gesagt haben könnte/n.
Als Ossis wußten und wissen wir wie solche Scheren entstehen.
Unsere Eltern und Großeltern wußten es bezüglich des Dritten Reiches auch.
In diesem Fall müssen wir bei der Suche mal bei uns selbst anfangen.
Hoch nervös scheinen viele, und tief unsicher, was es bedeutet, was geschieht, und was gesagt werden kann, und was nicht.
In dem Bestreben nicht zu dem "dummen" "Nazis" zu gehören und sich "daneben" zu benehmen oder unmöglich zu machen, wenn man laut nachdenkt oder sich mit anderen verständigen will.
Fatal, fatal, was da angerichtet wurde von den Eliten. Angst und Schrecken vor anderen ("abweichenden"*) Meinungen - also solche zu hören oder zu lesen oder gar solche zu äußern.
Das perfide Vorgehen der Eliten haben wir hinlänglich hier durchgekaut.
Dennoch haben wir es zugelassen, weil wir es widerstandslos hingenommen haben.
Das presst (und ist auch eine Repression) und setzt unter Druck.
Angemessene Gelassenheit ist, wie eigentlich immer, imho das Gebot der Stunde.
Durchatmen und sich nicht verrückt machen lassen, denn damit spielt man Dunkeltypen in die Hände.
Den Dunkeltypen spielen wir seit vielen Jahren in die Hände – allerspätestens seit 9/11, wo sich keine machtvollen Demos erhoben, um das skandalöse Treiben USraels und ihrer Marionetten in Frage zu stellen.
Warum haben WIR z.B. nicht alle Zeitungen konsequent gekündigt oder den Presse-Dreck in der Auslage liegen lassen, um die Lügenmäuler in die Pleite zu treiben?
Außerdem ist dann das Leben schöner und man hat mehr Kraft und Geist für das, was einem wichtig ist.
Wenn das so gesehen wird, erübrigt sich jede weitere Diskussion.
Stelle mir immer das Ideal eines freien Menschen vor, der stabil ist und sich nicht so schnell irre machen lässt. Der vermag sein Kraft und Freude aus dem Leben, der Natur, der Familie, seine Überzeugungen, Freundschaften usw. zu ziehen und widersteht aufrecht dem Irrsinn, den die Welt oft bietet.
Gerade wenn man uns und Meinungen unterdrücken will - daraus kann man auch Kraft und Motivation ziehen und sagen: Jetzt erst recht nicht mit mir!!
So etwas nennt man das Pfeifen im Walde, wenn man die Angst vertreiben will.
Dieser Hass, die Orientierungslosigkeit und diese Unsicherheit, die an vielen Stellen anzutreffen ist: Ist es nicht am Besten, sich davon nicht anstecken zu lassen? Jedenfalls nicht zu sehr?
Ergo – weiter nichts tun und verschreckt in die Runde schauen.
Das kann man so sehen.
Nur, dann ist alles weitere Gejammer sinnlos.
Dann lautet die Konsequenz – Wir haben nichts Besseres verdient - weil wir es zugelassen haben.
Dabei hätten wir es recht schnell zu Ende bringen können.
Einfach kurzerhand die Konten leergeräumt, in Millionenstärke 4 bis 6 Wochen krank feiern müssen, die Parlamentarier mit Schmäh-Mails überziehen, daß die Server in die Knie gehen, machtvolle Demos gegen die Kriegstreiberei organisieren oder anderen zivilen Ungehorsam leisten können.
Es hätte unterm Strich gar nicht so viel dafür gebraucht.
Wie eingangs gesagt, diese Anklage können wir an uns alle richten.
Wir wissen – jedenfalls die meisten Leser und Schreiber hier – wie es läuft und wir lassen es geschehen.
Daher müssen wir es auch ertragen - leider. ![[[sauer]]](images/smilies/sauer.gif)
Vielleicht sollten wir daher mal die noch verbleibenden Möglichkeiten analysieren, welche uns noch bleiben, wenn das Ruder doch noch rumgeworfen werden soll.
mfG
nereus