Von wilden Tieren lernen
Hallo,
der Evolutionsdruck existiert natürlich auch in unserer Gesellschaft, er tritt hier lediglich abgewandelt zu Tage. Es wäre schon eine gar hausschweinartige Anmaßung, auch nur eine Sekunde zu glauben, man könne sich diesem als Mensch in irgendeiner Form entziehen. Wer mir zustimmt, bitte einmal laut grunzen. ;)
Da es sich bei der Lebensform Gesellschaft jedoch um ein vermutlich temporäres und im Vergleich zur wilden Natur nicht ganz unähnliches Phänomen handelt (das sehe ich persönlich jedenfalls mittlerweile so), habe ich meine Herangehensweise geändert. Bei meinen Entscheidungen frage ich mich jetzt immer, ob ein erfolgreich überlebendes Tier in der wilden Natur sich dieses oder jenes Verhalten leisten könnte. Als Beobachter ahnt man ja, wie hoch der Hammer dort für Jäger und Gejagte gleichermaßen hängt.
Und das ist für mich eines der gesellschaftlichen Kernprobleme, das Verschwimmen des scharfen Blicks. Man wähnt sich in Sicherheit, wird leichtsinnig, doch so ist es nicht. Diese Illusion von Sicherheit hatte nicht weniger als 7 Milliarden Menschen zur Folge, doch so läuft es nicht auf diesem Planeten.
Kurzum, wenn ich bei meinen Überlegungen zum Ergebnis gelange, dass ein wildes Tier sich nicht so verhalten dürfte, dann versuche ich das gleichermaßen zu handhaben. Und eigentlich hätte ich diesen Foreneintrag schon nicht schreiben sollen, hätte keinen Computer benutzen sollen.
Da meine "Verwilderung" jedoch nicht abgeschlossen bzw. innerhalb der Gesellschaft nur unvollständig umsetzbar ist, empfand ich einen gewissen Selbstschutz bei dem Versuch, etwas Werbung zu machen für die Vorsicht, die erfolgreich überlebende Wildtiere walten lassen.
Viele Grüße