Lebewesen = Lebewesen

Philip Marlowe, Location: Europe's Paymaster, Samstag, 15.08.2015, 22:47 (vor 3812 Tagen) @ Blue3790 Views

Natürlich ist Leben ein veränderlicher Prozess. Aber aufgrund unseres
Verstandes könnten wir bewusst und aktiv in die Evolution eingreifen, uns
eben „besser“ machen. Wir sind unseren Trieben und Hormonen weniger
ausgeliefert, als wir uns das in unserer Bequemlichkeit immer einbilden.

Ich behaupte: Das Ökosystem "Erde" ist viel zu komplex, als das die Menschheit da irgendwie sinnvoll "steuernd" in die Evolution eingreifen könnte. Dank unserer "Kultur" haben wir schon unzählige (konkurrierende) Arten vernichtet, das fängt mit so harmlosen Dingen wir Landwirtschaft und "Züchtung" für uns "nützlicher" Tier- und Pflanzenarten an und findet jetzt seinen vorläufigen Höhepunkte in der Gentechnik, die z.B. Pflanzen in die Welt setzt, deren Saatgut nach einer Generation steril ist, also nicht mehr keimfähig.

Der Mensch mischt sich in Dinge ein, deren Komplexität und Auswirkungen er überhaupt nicht verstehen kann. Wir wissen ja nicht einmal, wie das Wetter nächste Woche wird, um meinen so etwas wie "Klimawandel" oder "Evolution" verstehen geschweige denn beherrschen zu können...

Aber der Mensch ist ja Weltmeister im Rationalisieren und wird zu jeder Entwicklung die passende Theorie liefern, das ist in der Wissenschaft genauso wie an der Börse.

Und was wir "Kultur" nennen (Wissenschaft, Ethik, Moral, Wirtschaftsprozesse, Politik, Bildung,...) ist nur eine hauchdünne Schicht über dem Ökosystem "Erde". Und sobald die zugrundeliegenden Supportsysteme (Nahrung, Energie, Luft, Wasser) kollabieren, wird diese "Kultur" hinweggeblasen werden, wie ein Papierschnipsel in einem Orkan. Da kannst du sicher sein.

Gruß,
Phil.M.


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