„Alles am Weibe ist ein Räthsel, und Alles am Weibe hat Eine Lösung: sie heisst Schwangerschaft.
Liebe Silke,
wie wenig hilfreich Verallgemeinerungen sind, wird leicht anhand der Überschrift deutlich.
Du hast ja in hervorragender Weise gelernt, genau hinzusehen und zu differenzieren. Daran
mangelt es zu häufig.
Deshalb halte ich auch dein Nietzsche Zitat zum Staat nicht für hilfreich. Es generiert
Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit. Das ist zwar unangenehm, aber auch bequem und sorgt für
den Fortbestand aller Probleme.
Meine Idee ist, immer genau hinzuschauen und zu differenzieren. Hinter allem stecken sehr
unterschiedliche Menschen.
...vielleicht zu kurz gesprungen? (andererseits - besser Weitsprung als
Schlusssprung)Lieber Vatapitta,
Deine Denkansätze sind richtig.
Weg von der Mechanik, von der Trennung von Untrennbarem.
Weg von der Spezialisierung, die nicht legitim ist in einer Welt des
Ganzen, in dem alles mit allem zusammenhängt, und wir das zunehmend
erkennen.
Weg von der Verantwortungsabgabe des Einzelnen an Ratschläger, Heiler,
Priester und Führer, an diese oder jene ultimative Methode zur alleinigen
Heilwerdung - nennt sich Religion.
….
Das Kernproblem der Masse ist aber:
Menschen, die in einem Staat organisiert leben - die Machtverhältnisse
darin ertragend und/ oder nutzend - können überhaupt nicht gesund sein,
weil es nicht ihre natürliche Daseinsform ist.
In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinem weiteren
Erkenntnisprozess.Liebe Grüße
Silke
Für hilfreich halte ich es, ein gut belichtetes Bild zu machen, so dass es dem einen oder
anderen von Nutzen ist.
Ein Bild nach dem Motto: "Für alles gibt es eine Pille" sehe als stark unterbelichtet an.
Und ein Bild: "Wie kann es in einem kranken Staat überhaupt Gesundheit geben", für stark
überbelichtet.
Beides ist in einer Welt, die sich in ihrer Feinstruktur erneuert und dazu immer genauer hinsieht,
wenig hilfreich.
….
Staat nenne ich’s, wo Alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat,
wo Alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame
Selbstmord Aller – »das Leben« heisst.
Also sprach Zarathustra.“ - (Untertitel Ein Buch für Alle und Keinen, 1883–1885) ist ein dichterisch-philosophisches Werk des deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche.
Jeder ist mehr oder weniger auf seinem Weg zur Weisheit. Die Wege sind sehr unterschiedlich
und auch unterschiedlich lang.
Liebe Grüße
Vatapitta
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Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/