Nachtrag

helmut-1, Siebenbürgen, Samstag, 01.08.2015, 08:40 (vor 3827 Tagen) @ helmut-14285 Views

Wollte noch was erwähnen, - nämlich die Bedeutung des Geldfaktors in der Medizin, insbesonders in der Pharmaindustrie.

Ich hab da mal auf einem Flohmarkt ein uraltes "Hausbuch der Medizin" ergattert, - zum Glück wußte der Türke gar nicht, was er mir da für wenig Geld gegeben hat. In diesem Buch werden die meisten Krankheiten, insbesonders die inneren, beschrieben. Symptome, Diagnose, und dann Therapie. Aber die Therapie hats in sich. Da werden oft bis zu acht verschiedene Therapivorschläge angegeben, von denen die Allöpathie nur eine ist. Der Rest geht bis zu Naturheilkunde, Physio, Wasser, Elektro, Hypnose usw. Äußerst interessant, was da so geschrieben steht.

Vieles kannte man früher, ist aber verloren gegangen. Nur aus Unwissenheit? Oder auch deshalb, weil man damit kein "Geld machen" kann? Oder auch deshalb, weil man hauptsächlich mit der Schulmedizin und der dabei verordneten Chemie elegant in der Lage ist, bei der "Heilung" eines Problems bereits den Grundstein für die nächsten Beschwerden zu legen?

Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei der Suche nach einem bestimmten Stichwort wurde ich auf ein Buch aus dem Jahre 1802 aufmerksam, mit dem Titel:

"Verhütung und Heilung der Onanie mit allen ihren Folgen bei beiden Geschlechtern" - von Gottfried Wilhelm Becker

Was da drin steht, da kann man nur den Kopf schütteln (kann man im Net nachlesen). Als wenn eine Masturbation eine schlimme Krankheit wäre. Dabei fiel mir wieder ein, was meine Oma sagte, als sie uns als Kinder zu Bett brachte. Da erklärte sie uns, dass beim Schlafen die Hände immer über der Bettdecke bleiben müßten, sonst würde man krank... Schon sagenhaft, welche Denkweise man vor 200 Jahren in manchen Bereichen hatte.

https://books.google.ro/books?id=5z0UAAAAQAAJ&pg=PA197&lpg=PA197&dq=Heilung...

Aber - nochmal ein aktuelles Beispiel aus "Geld" und "Medizin". Mein Jüngster braucht eine Zahnspange. Hab mich in Österreich erkundigt, was sowas kostet. So zwischen 5.000 und 6.000 €. Deckt sich mit dem, was die Freundin meines großen Sohnes in Österreich dafür bezahlt hat. Wohlgemerkt, es geht um die "unsichtbare" Spange, - die ist natürlich teurer.
Nun bekommt mein Jüngster dieselbe Machart von Spange, aus dem selben Material, hier in Rumänien. Von einem Zahnarzt resp. Kieferchirurgen, der u.a. auch in Deutschland studiert hat. Kostenpunkt: umgerechnet 500 €.
Das Interessante: Dieser Zahnarzt macht das nicht im Defizit, - der verdient auch daran.[[euklid]]


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