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Cascabel, Mittwoch, 22.07.2015, 15:26 (vor 3836 Tagen) @ Dragonfly6251 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 22.07.2015, 15:56

Hallo, Forum

Die Fragen zu diesem Thread werden sich wahrscheinlich früher beantworten als den meisten
lieb ist. Mir würde es auch am besten gefallen, wenn wir noch 20 Jahre vor uns her wurschteln
könnten, denn ein Totalzusammenbruch bedeutet: keinen Zahnarzt, kein Internet usw.
Ich bin jetzt 57 und 20 oder 30 Jahre mehr wäre das Maximum aller Erwartungen.

Aber daran glaube ich nicht. Wir müssen doch nur nach Griechenland blicken. Wenn es wirklich
stimmt, dass die dort Drachmen drucken, sind wir dem Zusammenbruch €uropas schon einen
ganzen Schritt näher. Und ich würde einfach mal bezweifeln, dass die Deutschen bei einer
Schließung der Banken so 'cool' bleiben wie die Griechen. Wo ist eigentlich Gaby?

Wenn mich jemand aus €uropa oder - gerade in letzter Zeit - aus Amiland kontaktiert, sage ich
den Leuten immer, dass Panama kein Paradies ist und dass es hier auch keine Garantien gibt.
Wenn das Wetter - samt der Niederschlage - auch optimal ist, so kann nicht ausgeschlossen
werden, dass es auch hier zur Sache gehen wird, wenn die Leute aus dem Dorf, die jetzt in
Panama City (500.000 Einwohner) oder Santiago (60.000) arbeiten, zurück in ihre Heimat kommen.
Ist ihnen das Stadtleben nicht mehr gegönnt, werden sie nach ihrer Rückkehr ins Dorf
möglicherweise sehr unzufrieden. Momentan leben hier 300 Leute. Die gleiche Anzahl würde
bei einem Zusammenbruch wahrscheinlich zurück kommen. Das sollte im Bereich des Machbaren
liegen und das war einer der Gründe, warum ich 2006 nach Panama kam.

Auf Google Earth ist zu sehen, wie dünn die Gegend bewohnt ist. 300 Heimkehrer im Dorf
unterzubringen, sollte also kein Problem sein. Und hier ist unser Haus.
8° 5'56.53"N und 81°28'29.37"W.

Ich wäre damals auch gerne auf die kanarischen Inseln gegangen. Ohne die heutige Problematik
mit den Flüchtlingen in dieser Weise vorhergesehen zu haben, gehören die Inseln zu €uropa
und insbesondere zu Spanien, wo die 'Demokratie' im Zweifelsfall schnell abgeschafft ist.
Abgesehen davon fühlte ich mich auf meinen zahlreichen Ausflügen auf den Inseln immer als
der Tourist, der ausgenommen werden muss. In Panama gibt es so gut wie keinen Tourismus.
Wir leben mit den Leuten zusammen und es gab bisher absolut keine Probleme. Ich bin mit
einer Panameña verheiratet und mein Sohn Marlon (14) spricht panameño akzentfrei.

In Panama hat es nie einen Krieg gegeben. Die Leute können sich so etwas überhaupt nicht
vorstellen. Das schlimmste war die Invasion der Amis 1989, aber während der beiden Weltkriege
war es auch ruhig. Die Leute haben auch keine Vorstellung, was eine Trockenheit bedeutet. Wenn
es während der Regenzeit mal 14 Tage trocken ist, machen sie sich sofort Sorgen und rennen
in die Kirche. Ich hoffe, dass Panama das von Domac angesprochene Schlupfloch bleibt.

Noch hat mich keiner aus dem 'Gelben Forum' besucht. Schickt doch mal einen Beauftragten...

Ich könnte noch seitenweise weiter schreiben, aber ich muss auf die Finca.

Gruß aus den Tropen

Cascabel


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