Hoffnungslos

Zarathustra, Montag, 06.07.2015, 23:21 (vor 3853 Tagen) @ Mephistopheles6527 Views

Zahrathustra leugnet den freien Willen des Individuums - und fordert
gleichzeitigseine freie Wahl

Frei wovon, ist die Frage.

Er leugnet die Fähigkeit, zwischen zwei Möglichkeiten zu wählen

Wüsste nicht wo. Man wählt ständig! Wir sind nicht nur fähig, zu wählen, sondern dazu determiniert. Aber Du hast die Sache mit dem Determinismus noch nie verstanden. Wenn Einstein und Schopenhauer es nicht schaffen, Dir diese an sich einfache Logik näherzubringen, dann wird auch mir dies kaum gelingen.

- und
fordert gleichzeitig, dass das Individuum ständig die rechte Wahl treffe

Selbstverständlich fordere ich das. Bin doch kein Fatalistendepp.

Er leugnet das Vermögen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden

Was? Wo? Einige können, andere nicht.

- und
spricht gleichzeitig in pathetischen Tönen von Zivilisten und Mördern.
Das Individuum steht im Zeichen der ökonomischen Fatalität, ein Rad im
Uhrwerk, das, vor Urzeiten einmal in Gang gesetzt, unaufhaltsam und
unbeeinflusst abschnurrte - und er verlangt, dass das Rad gegen das Uhrwerk
aufstehe und seinen Ablauf ändere.

Ja, das zeigt eindrücklich, dass Du in 7 Jahren keinen einzigen Schritt weitergekommen bist und Fatalismus immer noch mit Determinismus gleichsetzt. Verblüffend, aber determiniert.
Der eine ist dazu determiniert, sofort zu begreifen, der andere später und einige halt zeitlebens nie.
Ist aber kein Grund, die Aufklärung fatalistisch abzubrechen, denn keiner weiss im voraus, ob sie vergebens ist oder nicht.

Beste Grüsse, Zara


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