ELA und Hellas sind so was von phonetisch verwandt ... ;-)

CrisisMaven ⌂, Mittwoch, 01.07.2015, 12:32 (vor 3854 Tagen) @ pigbonds2612 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 01.07.2015, 12:37

Mieses von Ludwig hat's ja auch schoen zusammengefasst, inkl. Sonderlocken wie Zinspolitik, um das Schwein Drachme mit Lippenstift aufzuhuebschen - nur, dass dann der Oliven-Bauer seine Kredite nicht bezahlen kann angesichts Volckerscher Zinsen.

Was die Griechen wollen, ist natürlich, dass die EZB die Drachme stützt, dh die EZB kauft Drachmen ohne Ende, aber endlich können die Griechen völlig ungehindert "drucken".

Ja.

Aber der Witz fuer mich ist noch dazu:

a) ENTWEDER die Griechen gruenden eine neue Zentralbank und lassen ihre bisherige, die im Euro-System die nationale Clearingstelle und "Waehrungshueterin" darstellt, im Regen stehen - dann hat die neue Zentralbank kein Grundkapital, ausser der griechische Staat steuert ein Grundkapital "ex nihilo", mittels beruechtigter Ausgleichsforderung/Staatstitel, bei; das wuerde ich mal gleich wieder "odious debts" nennen[[zwinker]] ... Dann bleibt das Eurosystem, und Deutschland zu mindestens ca. einem Fuenftel, auf den in den letzten Wochen verstaerkt ausgereichten ELA- (Zahlungsfaehigkeitshilfen) -Krediten sitzen.

Oder

b) die bisherige Zentralbank bleibt die Ausgeberin der neuen Drachmen - dann ist sie wegen der ELA-Ausgleichsforderungen gleich mal am ersten Tage ueberschuldet.

Und: man muss das alles weiterhin in (nie vorhandenen) Euro zurueckzahlen.

Jedenfalls: an Stuetzungskaeufe zur "Stabilisierung" der Drachme ist dann ueberhaupt nicht zu denken.

Wenn aber die EZB es richten soll - na dann kann man alles lassen, wie es ist und im Euro bleiben.

There is no free lunch, bzw. der wurde schon vor Jahren aufgegessen ...

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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