Hab da anscheinend was vergessen

helmut-1, Siebenbürgen, Freitag, 19.06.2015, 20:04 (vor 3864 Tagen) @ helmut-14567 Views

Ein Beitrag ist dabei untergegangen, den ich unbedingt reinstellen wollte. Oder ich habs woanders reingestellt, und habs verwechselt. Sollte es schon wo zu lesen sein und nun doppelt drinstehen, bitte ich um Nachsicht (Alzheimer knabbert).
Worum gehts:
Eine interessante Analyse zu dieser Situation habe ich da gelesen:
Europa: Alternativen zur Krise - ERIC TOUSSAINT

http://www.emanzipation.org/articles/em_4-2/e_4-2_toussaint.pdf

Insbesonders die Seiten 98 - 100 geben da viel her. Ich zitiere ein paar Stellen daraus:

a) Illegitime öffentliche Schulden sind Schulden, die von der öffentlichen Hand ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl aufgenommen wurden.

b) Illegale Schulden sind Schulden, die rechtswidrig oder verfassungswidrig aufgenommen wurden.

c) Verwerfliche öffentliche Schulden entstehen aus Krediten an autoritäre Regime oder aus Krediten, die verwerflich sind, weil sie Bedingungen diktieren, die die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, Bürger- oder politischen Rechte all jener verletzten, die für die Rückzahlung aufkommen sollen.

d) Untragbare öffentliche Schulden sind solche, deren Rückzahlung die Bevölkerung eines Landes zu Armut, Verfall des öffentlichen Gesundheits- und Bildungswesens, Anstieg der Arbeitslosigkeit, ja sogar zu Unterernährung verurteilt. Kurz, es sind Schulden, deren Rückzahlung die Verletzung fundamentaler Menschenrechte bedeutet. Oder anders gesagt: Es sind Schulden, deren Rückzahlung es der öffentliche Hand unmöglich macht, die grundlegenden Menschenrechte zu gewährleisten.

Oder:

Die Anhörung soll ermöglichen, der Öffentlichkeit Beweise und Argumente für die Zurückweisung des als illegitim eingestuften Teils der Schulden vorzulegen. Wie das CADTM in verschiedenen Publikationen gezeigt hat, bieten das internationale wie auch nationales Recht den Ländern eine legale Basis für ein solches einseitiges souveränes Vorgehen (Lamarque & Vivien 2011a, 2011b)

Oder:

Der Plan eines teilweisen Schuldenerlasses für Griechenland vom März 2012 ist an Maßnahmen geknüpft, die die wirtschaftlichen und sozialen Rechte der griechischen Bevölkerung und die Souveränität des Landes mit Füßen treten (CADTM 2012). Dieser Erlass war eine Operation, die privaten ausländischen Banken (vor allem französischen und deutschen) die Möglichkeit verschaffen sollte, sich aus dem Geschäft herauszuziehen und ihre Verluste zu begrenzen, während die privaten griechischen Banken sich auf Staatskosten rekapitalisieren konnten und der Einfluss der Troika auf Griechenland zementiert wurde.

Meine Meinung dazu:
Ich schätze die Macher in GR so ein, dass die sehr wohl wissen, wie sie ihre Schachfiguren zu setzen haben, dass sie in dem königlichen Spiel mindestens ein Remis ereichen. Viel wichtiger aber wäre es, wenn durch diese Aberkennung der Schulden durch Griechenland endlich die Wahrheit über Merkel/Schäuble, über die dadurch begünstigte deutsch-französische Bankensanierung sowie über die Waffenlobby herauskommt, die ja von den ganzen Aktionen am meisten profitiert haben.

Mal sehen, wie es weitergeht, - ist ja spannender als ein Krimi. Leider sind zuviele unschuldige Statisten dabei, - nämlich die einfache griechische Bevölkerung, die das alles ausbaden muß.


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