Falsche Frage

Nico, Mittwoch, 20.05.2015, 04:42 (vor 3894 Tagen) @ Bernadette_Lauert4623 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 20.05.2015, 05:15

https://www.youtube.com/watch?v=ZgchViIIWts&list=TLlzb90OPvotY

Also ich halte das nicht für authentisch.

Der wichtigste Grund:
Zum einen gibt es aus meiner Sicht nicht "die zentrale Elitenorga", wie
sie da dargestellt war. Sicher gibt es mehr oder weniger geheime Bünde,
aber sind aus meiner Sicht auch nur Gruppen zur Durchsetzung ihrer
Partikularinteressen.
Mitunter haben sehr kleine Gruppen sehr große Möglichkeiten, schlicht
weg weil sie sich sehr gut organisieren können. Dafür braucht es nur
eines: Geld.

Zumindest sah sich J.F. Kennedy einer nach eigener Bekundung weltweiten monolithischen und rücksichtslosen Verschwörung gegenüber …

Weitere Spekulationen will ich hierzu aber nicht anstellen.

Der zweitwichtigste Grund:
Wer sagt was zu wem über welchen Kanal mit welcher Wirkung?
Betrachtet man den Brief mit der Lasswell-Formel macht es keinen Sinn,
dass er von irgendwelchen Geheimeliten stammt. Denn die Wirkung ist, dass
sich der Widerstand gegen jene 0,1 Prozent - oder wie immer man die
bezeichnen will - regt.
Betrachtet man die Wirkung ist das "Wer" wohl eher bei einem kreativen
Aktivisten zu suchen, derer es Abermillionen gibt.

Dieser Brief könnte auf der einen Seite die Befreiung der Menschen unterstützen, weil er in diesem Fall die Aufklärung und das Bewusstsein der Allgemeinheit stärkt. Dieser Brief könnte auf der anderen Seite die Befreiung der Menschen aber auch kontaminieren, wenn er primär demoralisierend wirkt.

Zu dessen Beurteilung gilt es nun zweierlei Aspekte zu bewerten:

1)
Ist dieser Brief authentisch oder nicht?

2)
Ist dieser Brief im Sinne seines Schöpfers funktional oder nicht?

Aus der Beantwortung der oben gestellten Fragen wäre nun abzuleiten, ob die Verbreitung des Briefes als stärkend zu forcieren oder aber als schwächend zu vermeiden wäre. Es ergibt sich:

A)
Wenn Frage „1“ und „2“ gleichzeitig positiv oder gleichzeitig negativ zu beantworten wären, dann wäre unter Voraussetzung von üblichen menschlichen Interessen damit der einzig logische Schluss zu ziehen, dass dieser Brief möglichst nicht verbreitet werden sollte.

B)
Wenn aber beide Fragen uneinheitlich zu werten wären, dann sollte man in beiden denkbaren Varianten die Verbreitung des Briefes hingegen prinzipiell zu unterstützen suchen.

(Die Eventualität eines Schabernackes sei hier einmal ausgeklammert)

Du bezweifelst nun die Authentizität des Briefes damit, dass dessen Schöpfer sich damit ins eigene Fleisch schneiden würde. Mit dieser Annahme sind die beiden Fragen von dir uneinheitlich beantwortet: Authentizität = negativ, Funktionalität = positiv. Logisch abzuleiten wäre aus dieser Konstellation nun Verfahren „B“ und dieses sollte damit auch klar angezeigt werden.

Der drittwichtigste Grund:
Bereits das erste Wort war ein falscher Superlativ: "Werteste".

Diese von dir aufgeführte Feststellung müsste ich bereits als stumpfsinnig werten, wenn ich sie aber nicht viel mehr deinem deutlich demonstriertem Desinteresse geschuldet sehen würde. Solchen grammatikalischen Feinheiten sehen sich Hans und Franz verpflichtet, wenn sie in langen Abenden Bewerbungen schreiben, um irgend einen schxxß Job zu ergattern, wo sie dann tagein tagaus malochen können, damit man sie dann freundlicherweise nicht verhungern lässt.

Der Tyrann schreibt aber nicht werte Weltbürger damit dieser ihn dann auch freundlicherweise ernst nimmt. Er schreibt (natürlich) werteste um diese seine Weltbürger damit auf seine typische weise zu verspotten, welche den meisten gar nicht erst auffällt, sondern gar noch als schmeichelnd empfunden wird.

Fazit: Gut gemeint,

Von wem noch mal? Entweder dieser Brief schneidet dem Tyrannen ins Fleisch oder er tut es eben nicht. Die Antwort hängt nicht an der Frage, wer diesen Brief verfasst hat.

das Ding aber aus meiner Sicht nicht authentisch.

Wenn der Brief „gut gemeint“ ist, dann kann der Brief auch nicht authentisch sein. Wäre der Brief authentisch, dann kann er kaum gut gemeint sein.

Hab
aber nur 5 Minuten reingehört und kann es nicht wirklich sagen. Mich
interessieren Quellen mehr, die gesicherter sind, denn sonst bestätigt das
Vid vielleicht nur, dass der menschliche Geist sehr kreativ sein kann.

Ja, du hättest auch wirklich nicht nur aus Höflichkeit antworten müssen, wenn du ansonsten einfach nur desinteressiert bist. Ein „Beleg“ für die Authentizität des Briefes wäre ein Beleg für eine monolithische Verschwörung, denn ohne diese wäre diese Authentizität unmöglich. Eine glaubhaft belegte und sogleich intakte Verschwörung wäre ein Widerspruch in sich.

Aber Danke für´s Teilen und vielleicht täusche ich mich ja auch...

Einer solchen Täuschung kann ich zunächst nicht unterliegen, weil ich keinen solchen Schluss erst ziehe. Der hier besprochene Brief wäre nur in sich selbst zu bewerten, und nicht anhand äußerer Kriterien – ganz genauso wie die Protokolle. Die wirklich relevante Frage lautet nämlich anders als oben nur, ob es vorstellbar erscheint, dass der Brief authentisch ist und überhaupt nicht ob er es wirklich ist - denn darüber ließe sich ewig streiten. Du versuchst die selbe falsche Frage zu beantworten, in welche auch stets jede Diskussion über die Protokolle kanalisiert wird.

Gruß, Bernadette

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...


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