Jepp. Ich hatte schon eine längere Antwort vorbereitet, aber dann kamen diverse Problem dazwischen
Die Antwort habe ich noch, aber erst werde ich mal Ankawor verarzten, der auch noch auf eine Antwort wartet und die habe ich schneller fertig, weil ich in dem Thema gerade drin bin.
Endlich gibt es diesen guten Film bei Youtube.
Ganz kurze Antwort:
Der Blackout im Nordwesten der USA am 14. August 2003, ein paar Monate nach Beginn des Irakkriegs im März 2003, was natürlich nichts miteinander zu tun hatte, begann nahe einem kleinen Ort auf dem Land in den USA. Bäume, die eigentlich einen großen Abstand zu den Stromleitungen hätten haben sollen, waren zu nahe an diese herangewachsen. Und als es an jenem Augusttag ziemlich warm wurde, viele Menschen ihre Klimaanlagen laufen ließen, begann die Leitung so stark durchzuhängen so dass ein Überschlag entstehen konnte, der diese Leitung automatisch (?) deaktivierte. Die restlichen Leitungen begannen sich aus lauter Freundschaft anzuschließen.
Der ehemalige Stromkontrolleur und Journalist Greg Palast, der genau wie Sie gegen unsinnige Entscheidungen des Systems ankämpft(e), kommt in dem Film ab 15:39 zu Wort. Diesen Abschnitt wenigstens sollten Sie sich mal anschauen. Man merkt glaube ich, dass er eine Ahnung davon hat, von was er redet. Er sagt wörtlich:
"It's a crime, called deregulation. See. What i used to investigate these guys for. Were we used to nail them, find them and put them in jail. It's now completely legal!"
Der Untertitel:
"Wie konnte es soweit kommen? Es geht um ein Verbrechen namens Deregulierung. Ich ermittelte damals gegen die Jungs. Wir nagelten sie fest und brachten sie ins Gefängnis - genau für die Sache, die jetzt vollkommen legal ist."
Er hat auch mindestens ein Buch darüber geschrieben. In Kalifornien passierte Ähnliches bzw. die Strompreise stiegen teilweise enorm, weil die Firmen ihre Gewinne nach erfolgter Privatisierung verfrühstückt hatten.
Nur das Gebiet eines städtischen Versorgers in LA blieb von den Strompreisanstiegen verschont, weil die regelmäßig entsprechende Teile ihrer Gebühren ins Stromnetz und die Stromerzeugungsanlagen investiert hatten. So wie man das eigentlich von jedem Stromerzeuger und Netzbetreiber annehmen sollte.
Auch dazu werde ich noch ausführlich Stellung nehmen. Ich hatte mir schon einiges dazu durchgelesen, u.a. Senatsanhörungen in Washington D.C.
In Deutschland passiert(e) ähnliches: Die Netznutzungsentgelte sind/waren wesentlich höher als die Ausgaben der Netzbetreiber für die/den Wartung/Unterhalt der Netze. Dafür werde ich Nachweise bringen (Stichwort: Bund der Energieverbraucher, http://www.energieverbraucher.de ).
Die Firmen sparen bei der Wartung der Stromnetze und wenn dann mal was passiert dürfen die geschädigten Kunden schauen wo sie bleiben (wird im Film anhand der Beispiele New Yorker Geschäfte erklärt) und sich für die zukünftige Stromausfälle durch den Kauf von Stromaggregaten wappnen.
Die vielen tödlichen Eisenbahnunfälle in England in den letzten 20 bis 25 Jahren waren sicher keine Attentate russischer Agenten genausowenig wie der Film "Water makes money" aufgrund von Hirngespinsten entstanden ist.