Ein Uranmunitionsverteidiger und seine verquere Logik

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 13.05.2015, 13:12 (vor 3899 Tagen) @ Hochtaunus3635 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 13.05.2015, 13:41

"Die NATO", Russland und weitere Länder setzen Uranmunition nicht ein,
weil sie Krebsrate, Fehlgeburtenrate und Missbildungsrate bei Geburten
ansteigen lassen wollen.

Ich hab nie behauptet, dass das eingesetzt wird, um die Krebsrate und Fehlgeburtenrate zu erhöhen. Du hast den Disput mit diesem Einstieg rhetorisch per Schleudersitz verlassen, um erneut Dein eigenes Ding runterzulabern, wie eine NATO-Gebetsmühle.
Ich fasse Deinen unappetitlichen Argumentationspudding kurz zusammen: Panzer müssen gebrochen werden.
Du denkst, mein Argument mit diesem verqueren Eingangssatz umschifft zu haben. Ich nagle Deinen Pudding aber erneut an die Wand und wiederhole mein Argument, welches Du ignorierst hast, bis Du darauf eingehst:

"Meinst Du nicht, es wäre - ganz Okay - wenn die NATO endlich auf so eine Munition verzichten würde? Es gibt Mechanismen zur Ächtung von Waffengattungen und Mechanismen zur Beschränkung der Weitergabe dieser Waffen. Noch ist die Kriegswaffenlobby nicht so erfolgreich, dass es Granatwerfer und Uranmunition im Supermarkt gibt. Noch gibt es Kriegswaffenkontrollgesetze, parlamentarische Vorbehalte, Folgeabschätzungen und Beschaffungsdebatten. Allein schon wegen der Flüchtlinge und andere Rechnungen, die uns - dem Westen unter US-Führung - noch präsentiert werden?"

Nochmal in aller Kürze: Im Rahmen der Kriegswaffenkontrollgesetze, parlamentarische Vorbehalte, Folgeabschätzungen und Beschaffungsdebatten sollte Uranmunition abgeschafft werden. Das ist möglich.

Solange es Verteidiger von babyverkrüppelnder, landstricheverseuchender Uranmunition gibt, die sich nicht zu schade sind, mit rhetorischen Tricks die Gegenargumente zu umschiffen, solange werde ich solche "billige antiamerikanische Propaganda" posten. Hier nur als ignorierbarer Link, wegen womöglich schwacher Nerven einzelner Mitleser: https://www.google.de/search?q=uranmunition+usa&biw=1920&bih=985&source=lnm...

Dein Standpunkt ist total daneben. Und Du weißt es. Denn Du bist nicht dumm.
Du schreibst, Du kennst Dich nicht so recht aus, ob Uranmunitionsstaub wirklich solche Folgen hat. Ich fordere Dich auf, die von mir verlinkten Quellen zu sichten (medizinische Doku und Uni Oldenburg) oder nicht so blöd daherzuschwätzen, wenn Du keine Ahnung hast. Das Thema ist zu ernst und zu folgenreich für billige Militärrhetorik. Auch wenn man an die steigende Anzahl betroffener Soldaten in verstrahlten Einsatzgebieten und an die Flüchtlingswellen - also Sekundäreffekte - denkt, die per Folgerechnung später auf uns zukommen werden.

Viel Spaß heute auf dem Friedhof mit XERXES.

Gruß, Bernadette


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