Kurz vor seinem Tod lobte Grass Putin, sorgte sich vor WW3 und sagte, dass seine Blechtrommel-Figur heute ein Hacker wäre

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 15.04.2015, 20:22 (vor 3925 Tagen) @ Arvid2991 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 15.04.2015, 20:30

Ich gebe zu, nie ein Buch von Grass gelesen zu haben, was definitiv als Bildungslücke ausgelegt werden kann.

Aber staunend nehme ich zur Kenntnis, dass Grass vor seinem Tod in ähnlichen Bahnen dachte wie ich.
Keine drei Wochen vor seinem Tod warnte der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass vor dem Dritten Weltkrieg. "Wir laufen Gefahr, dieselben Fehler wie früher zu machen", sagte er zur spanischen Zeitung "El País", die von der Welt zitiert wird (siehe Quelle).
Grass forderte Verständnis für Wladimir Putin und dass wir Deutsche und nicht so sehr von den Interessen der USA leiten lassen. Eine neue Sicherheitsallianz mit Russland wäre vielmehr der richtige Weg gewesen.
Außerdem sagte Grass: "Der Ukraine wird ein Beitritt in die EU und danach in die Nato versprochen, da ist es nur logisch, dass ein Land wie Russland nervös reagiert."

Wer die Blechtrommel gelesen hat:
Seine "Blechtrommel"-Figur Oskar Matzerath wäre dieser Tage "ein anderer Mensch", der gegen "andere Widerstände" würde kämpfen müssen.
"Heute wäre er ein Computer-Freak, ein Hacker oder so etwas Ähnliches.", so Grass.

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Schade, dass er das Buch nicht mehr schreiben kann.

Gruß, B.

(Quelle)


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