Angebot und Nachfrage?

Kaltmeister ⌂, Sonntag, 29.03.2015, 00:19 (vor 3942 Tagen) @ Rybezahl5140 Views

Oder bestimmt nicht vielmehr das Angebot die Nachfrage?* Ein Überschuss
an Rehen ermöglicht eine höhere Vermehrung der Wölfe, bis sich das
Verhältnis schließlich wieder ausgleicht (das macht es den Wölfen
gegenwärtig besonders einfach, die menschlichen Jäger jammern
natürlich).

Angebot und Nachfrage sind Regelgrößen für Preise. Ressourcenknappheit ist dagegen ein existentielles, fundamentales Problem, das über Leben und Tod - oder doch zumindest über die Zahl der Nachkommen entscheiden kann. Die Steigerung der Ressourcen (z. B. der besonders wichtigen Nahrungsmittel) ist ja eine menschliche Kulturleistung - genauer gesagt in erster Linie eine Leistung einer bestimmten, der europäischen Kultur. Sie wird aber innerhalb einer überschaubaren Zeitspanne durch die Bevölkerungsentwicklung in anderen Teilen der Erde relativiert werden.

-->[...] Als Kristallisationspunkt für die Ausformulierung seiner Selektionstheorie erwies sich das Wachstumsgesetz, wie es Thomas Robert Malthus in seinem Essay on the Principle of Population formuliert hatte und den Darwin im September 1838 las. Die Theorie von Malthus geht von der Beobachtung aus, dass die Bevölkerungszahl (ohne Kontrolle oder äußere Beschränkung) exponentiell wächst, während die Nahrungsmittelproduktion nur linear wächst. Somit kann das exponentielle Wachstum nur für eine beschränkte Zeit aufrechterhalten werden und irgendwann kommt es zu einem Kampf um die beschränkten Ressourcen. Darwin erkannte, dass sich dieses Gesetz auch auf andere Arten anwenden ließ und ein solcher Konkurrenzkampf dazu führen würde, dass vorteilhafte Variationen erhalten blieben und unvorteilhafte Variationen aus der Population verschwänden. Dieser Mechanismus der Selektion erklärte die Veränderung und auch die Entstehung von neuen Arten. Damit hatte Darwin eine „Theorie, mit der ich arbeiten konnte“.

Wikipedia: Charles Darwin


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