Da bin ich völlig Deiner Ansicht! Als ich erstmals "Fallingwater" sah, dachte ich nur: ohhh.... Feuchtigkeit, Zug, etc.
Fallingwater, wohl eines der berühmtesten Bauwerke von Frank Lloyd Wright, war in vielen Dingen eine Fehlkonstruktion. Es war praktisch nicht bewohnbar und wurde vom Eigentümer nur "zu gewissen Zeiten" zu Festen und Einladungen genutzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fallingwater
Das habe ich aber erst später gelesen. Als ich den Bau das erste Mal sah, dachte ich: Mein Gott, das muss ja Feuchtigkeit ohne Ende geben (wenn man mal in der Nähe des Meeres gewohnt hat, weiß man das). Es war wohl nicht nur feucht, sondern hatte noch eine ganze Reihe anderer Mängel. Der Bauherr "zwang" den Architekten wohl dazu, die Tragfähigkeit der Betonkonstruktion zu verdoppeln (hätte er das nicht getan, wäre das Gebäude - nach späteren Schätzungen - wohl gar nicht stehen geblieben). Mit den großen Fenstern und den damals noch fehlenden Technologien wird es gezogen haben wie in einem Rattennest...... "Romantisch" und äußerst UNWIRTLICH!
Trotzdem: Solche Gebäude geben Denkanstöße. Irgend jemand fängt einfach an, neu und/oder anders zu denken. Andere kritisieren, greifen aber den Gedanken oder Details der Gedanken auf, verbessern sie und irgendwann ist es machbar, wird zum Standard, mit dem man "arbeiten" kann.
Ich finde Architektur sehr spannend und interessant. Ganz besonders die Auswirkungen, die Form, Farbe und Licht auf die Psyche von Menschen haben.
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