Baujahr 1953-1955. Also etwas über 60 Jahre. Aber wegen des Sichtbetons nicht weniger scheußlich. (mT)
https://fr.wikipedia.org/wiki/Cit%C3%A9_radieuse_de_Rez%C3%A9
Type: Unité d'habitation
Style: Mouvement moderne
Architecte: Le Corbusier
Construction: 1953-1955
Hauteur: 52 m
Destination initiale: Logement
Style "Mouvement moderne" ist ja ein Euphemismus, ich würde es dem scheußlichsten Brutalismus zuordnen. Wieso die Architekten darauf beharren, daß nackter Sichtbeton unter "Denkmalschutz" gestellt ist und man ihn nicht anstreichen darf, damit er wieder ordentlich aussieht, und die Leute, die dort wohnen und arbeiten müssen, jahrelang depressiv macht, erschließt sich mir nicht. Wie sagten die Architekten der 70er Jahre: "Es muß wehtun, wenn man hinschaut."
Le Corbusier, La Tourette, 1956:
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https://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article150553124/Verdienen-Betonkloetz...
![[image]](https://www.welt.de/img/kultur/kunst-und-architektur/mobile150553120/3571622997-ci23x11-w960/SOSBrutalismus-Deutsches-Architekturm-2-2.jpg)
Sobald ein Betonriese vernachlässigt wird, sieht er aus, als wolle er seiner Umgebung Gewalt antun: Das Brunel University Lecture Centre in London.
"Brutalistisches Bauen hat mehr Schaden angerichtet als der Zweite Weltkrieg – findet Prince Charles."
Zitate aus dem Artikel:
Dabei hätten die Brutalisten einiges zu ihrer Verteidigung vorzutragen. Ihre Bauten wollten wahrhaftig sein. Das rohe Material zu zeigen, anstatt es zu verkleiden, war so etwas wie ein ethisches Statement und schon deswegen leicht anfechtbar. Nicht nur, weil sich über Ethik noch erbitterter als über Ästhetik streiten lässt, sondern vor allem, weil sich für die meisten Menschen Ethik in der Architektur darauf beschränken sollte, dass sie nicht über ihren Köpfen zusammenfällt.
Fucking ethisches Statement. Die Menschen, die 50 Jahre lang in dieser Umgebung leben und arbeiten müssen, sch..... dem Architekten auf sein "ethisches Statement". Was für eine bullshit-Umschreibung für "eklig" und "zum Kotzen häßlich".
Zitat:
So kommt es, dass in den letzten Jahren ein brutalistisches Gebäude nach dem anderen umgelegt worden ist. Der klotzige Greyfriars-Busbahnhof in Northhampton, „Maul der Hölle“ genannt; der 36 Etagen hohe AfE-Turm, das höchste Hochhaus Frankfurts, solange die Gesellschaftswissenschaften der Gesellschaft noch mehr bedeuteten als Bankzentralen; das wunderschöne Prentice Women’s Hospital von Chicago, das einem banalen Glaskasten Platz machen musste: es ist, als hätte man es weltweit darauf angelegt, eine ganze architektonische Epoche zu Schutt zu zerklopfen.