Prestige-Preise sind zum großen Teil "Modepreise" bzw. "Nachfragepreise"

Olivia, Montag, 12.12.2016, 15:54 (vor 3377 Tagen) @ mh-ing2277 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 12.12.2016, 16:04

Grundsätzlich ist diese Kombination schon ein Widerspruch, da die meisten
Architekten mehr an dem Kunstwerk interessiert sind, als an einem Bauwerk.
Entsprechend wenig nachhaltig, wartungsfreundlich, ökonomisch und
kostengünstig sind daher deren Gebäude.
Die Preise der Prestigegebäude in Berlin liegen so um die 20.000€/qm
und deutlich darüber. Zum Vergleich liegen normale Gebäude bei ca. 1500
bis 2000€/qm

.......................

Das kannst Du so pauschal auch nicht sagen. Für einen Architekten kann es auch "Prestige" bedeuten, wenn er es schafft, wirklich gute, bewohnbare Gebäude mit guten, aber preiswerten Materialien, vernünftigen Grundrissen und einer ansprechenden Architektur zu bauen.

"Spektakuläre" Bauten können oft eine ganze Reihe von bautechnischen Innovationen bringen, die zwar zu Beginn teuer sind, die aber preiswert werden können, wenn sie für den Massenmarkt zur Verfügung stehen.

Und natürlich hängen die Preise ab von der GEGEND in der gebaut wird (Grundstückskosten, Arbeitskosten etc., z.T. sogar Materialkosten) und davon, welche Materialien benutzt werden und welche und wie viel Technik verbaut wird.

Wenn Du bereits im Eigenheimbau von Fensterpreisen zwischen 400,00 Euro und 1.200 Euro pro qm (ohne Sicherheitstechnik - wie Bänder und Einbruchhemmung) ausgehen kannst, dann ist das ja auch schon eine Aussage. Dann ist die MENGE der Fensterfläche in Betracht zu ziehen. Je nach der Glasart - es gibt derweil intelligente Gläser, die sich je nach Witterung automatisch verfärben und je nachdem wieviele Gläser pro Fenster verbaut wurden 2-fach, 3-fach oder 5-fach-Verglasung, mit einfacher Diebstahlsicherung (Bänder und einfacher Glasbruch) oder wirklich professioneller Diebstahlsicherung kannst Du ganz ordentlich in die Tasche greifen und Zusatzkosten produzieren.

Das Ganze geht dann weiter bei der Materialauswahl für die Wände, für den Boden, für die Art und den Umfang der Dämmung, den Schallschutz etc. Dann spielen die Raumhöhen eine wesentliche Rolle (Du wirst keine "Prestige-Wohnungen" unter 2,70 m lichte Raumhöhe finden - eher höher), denn je höher die Wohnräume werden, um so weniger Etagen kannst Du bauen. Dazu kommen dann die Ausmaße der Gemeinschaftsflächen (Flurbreiten, Treppenbreiten, Aufzüge, sonstige Verkehrsflächen) und die dort verwendeten Materialien, ihre Qualität und ihre Ausführung. Klimaanlagen, Heizungen, automatische Belüftungen, Art der Garagen etc. kommen noch dazu. Und dann natürlich noch die Grünanlagen etc. Ich habe sicherlich Etliches vergessen.

Das ist ganz simpel so, wie bei Autos. Die Wohnungen von Libeskind in Berlin sollen übrigens zu ca. 15.000 € pro qm angeboten werden. Das Penthouse ist noch frei.... :-)))

Die Wohnungspreise in City-Lagen sind in anderen, internationalen Großstädten erheblich höher, selbst in Europa....

--
For entertainment purposes only.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.