Ich schreib mal mehr als drei Zeilen - komme vom Hundertsten ins Tausendste und ende im Profanen

trosinette, Samstag, 10.12.2016, 22:15 (vor 3427 Tagen) @ nemo2958 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 10.12.2016, 22:18

Guten Tag

Inwiefern profitieren wir von den Machenschaften des IWF?

Ich greife die Erzählung von Ernst Wolff auf:

IWF gibt Negerdorf Kredit → Auflage: Letter of intent → Liberalisierung → Nestlé tritt auf und macht im Negerdorf die Wasserquelle dicht → Neger dürfen sich anschließend im Nestlé-Negerdorfladen Wasserpullen von Nestlé kaufen.

Hier endet die Analyse von Ernst Wolff und wir lösen uns in adrenalingeschwängerte Aufregung auf.

Die Story geht aber noch weiter:

Schneider geht seit 16 Jahren als Angestellter „arbeiten“ und zahlt seine vermögenswirksamen Leistungen (VWL) seit 16 Jahren in den Fond „DWS Welt Top 50“ ein und nimmt wohlwollend die Euro-Summe zur Kenntnis, die der Kontoauszug regelmäßig ausweist. Und wer ist gerngesehener Gast im Portfolio von „DWS Welt Top 50“? Natürlich Nestlé. Und dann sind da noch 1. Mio. Menschen (1.Mio. einfach mal aus der Hüfte geschossen), die als Mitarbeiter und Zulieferer, samt Familienangehörigen von Nestlé profitieren. Und die Muddi von @teotorriate macht sich für kleines Geld dank Nestlé beim Discounter auch noch den Einkaufswaagen voll.

Nun könnte man natürlich hingehen und Nestlé auffordern nur moralisch astreine Geschäfte zu machen. Damit stoßen wir aber leider direkt in die debitistischen Ur-Fragen hinein, die Zara mit der "Solidargemeinschaft" beantwortet. Mit Zara bin ich geistig mittlerweile übrigens vollkommen im reinen – der kann mich kein μ mehr aufregen.

Zaras Solidargemeinschaft kann allerdings nur aus der Not heraus geboren werden und wenn die Not überwunden ist, kann sich diese Solidargemeinschaft niemals nimmer auf Rationalität, Vernunft oder unserem fadenscheiniges Wissen um Naturgesetze gründen.

Um aber nochmal auf die von Ernst Wolff vorgetragene oberflächliche Problematik mit kleinkriminellen (was sind schon 1 Mrd. Euro und ein paar Nutten) wie Strauss-Kahn und Christine Lagarde zurück zu kommen:

Wir Abendländer konnten aufgrund unserer Prägung und Geschichte (Weber: Protestantische Ethik und der Geiste des Kapitalismus / preußischer Kadavergehorsam) den Anforderungen, die Bretton Woods und Petro-Dollars an uns stellten noch gerecht werden und davon profitieren. Angeschissen sind nur diejenigen, die von uns in der jüngsten Geschichte auf den fahrenden Zug gezerrt werden (müssen?) und aufgrund ihrer menschlichen Gemütlichkeit vollkommen überfordert sind – wie z.B. Neger, Südländer, Inder, Mongolen usw. usf.

Darüber hinaus weiß ich nicht, was in Anbetracht unseres verdorbenen Menschengeschlechts nun zu tun, zu lassen und zu kritisieren ist. In dieser unüberschaubaren kriminellen Gemengelage ist mir aber die radikale Botschaft Christi (es gibt nichts radikaleres als die Bergpredigt) weiterhin der Fels in der Brandung. Wir sollten unseren Nächsten und das Leben mehr lieben als wir den Schmerz und das Leid hassen (schönen Gruß an Nietzsche und Schopenhauer...). Und gib dem Kaiser, was dem Kaiser ist, was soviel bedeute wie "FUCK OF MONEY..!"

Bei der Veranstaltung, auf der Herr Ernst Wolff aufgetreten ist, hat sich übrigens ein Wortdreher eingeschlichen. Es heißt nicht „Demokratie in Gefahr“ sondern „Gefahr Demokratie“

P.S. Ist dir schon mal eine derart ansehnlich Schlagzeugern unter gekommen? Ich hab mich sofort platonisch in die Zweier-Kombo verliebt. – „Jam in the Van“ coole US-Institution.

https://www.youtube.com/watch?v=BmJh1r3p2MM
https://www.youtube.com/watch?v=o74iygYCXDw

In diesem Sinne einen konfusen 3. Advent und freundliche Grüßen
Schneider


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.