Nicht unbedingt

J. v. Liebig, Mittwoch, 26.10.2016, 19:22 (vor 3421 Tagen) @ Waldläufer3111 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 26.10.2016, 19:33

Hallo Waldläufer,

vielen Dank für sachliche Diskussion.

Zur Abreife unter unterschiedlichen Bedingungen:

Wenn eine Pflanze biologisch anhand von Temperatursummen ausreift, dann steckt immer noch ein Rest Leben in ihr, bis zur absoluten Totreife.
Getreide wird in der Regel vor der absoluten Totreife geerntet, es ist dann noch biologisch aktiv.
Bei Sikkation ist das anders, da sind die Pflanzen kurzfristig in der Totreife.
In der Totreife haben alle möglichen Erreger leichtes Spiel (ein toter Körper verwest ja auch sofort), so auch Schwärzepilze und eben besonders auch die gefährlichen Fusarien (Mykotoxine, wie gesagt, die wirken hormonell, also schon in kleinsten Dosen). Diese können bei hoher Konzentration sogar dazu führen, das sich bei Mastschweinen der Enddarm löst(nennt man Mastdarmvorfall).
Geht also gar nicht. Es hat einige Jahre gedauert, bis wir es mit den Mykos begriffen und umgesetzt haben, also in Dtl. und Dänemark. Die kauften dann nämlich bei uns.

Mutterkorn ist gefährlich, es ist cancerogen, also krebserregend mindestens beim Verzehr. Wirkt ebenfalls endokrin. Ich glaube, es entsteht ähnlich wie Fusarien in unbefruchteten Blütenanlagen, wenn in der Zeit der Blüte das Wetter warm und feucht ist, also schwül.

Für Biogas hat man sich seinerzeit entschieden, da der Umweg über Mais nicht so auffällt als wenn Getreide zu Ethanol verarbeitet wird. Außerdem sind die Investitionen viel größer und die Banken konnten ihr Kreditportfolio kräftig erweitern.
Rapsöl kann ohne großen Umweg direkt in den Tank gegeben werden, so ca. 2000 l Dieseläqualent je ha.

Aber wirkliche Verdrängung von Erdöl war ja nie ernsthaft angestrebt. Gibt keine Steuern, und wie will man das kontrollieren, der Staat braucht Geld!

Gruß v.L.


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