Wichtiger Hinweis für alle Bienenfreunde

Leserzuschrift, Dienstag, 25.10.2016, 12:51 (vor 3422 Tagen) @ Literaturhinweis3540 Views

Sehr geehrtes Forum,

es sei mir erlaubt auf folgende Ausarbeitung zum Thema Bienensterben hinzuweisen: Neonikotinoid-Insektizide als Verursacher des Bienensterbens
Ein Addendum zum Beitrag von Hans-Joachim Flügel in der Märzausgabe der EZ (Hymenoptera: Apidae), lässt sich schnell googeln, als PDF herunterladen und stammt von Prof.Dr.med. Klaus-Werner Wenzel aus dem Jahr 2015.

Aus der Zusammenfassung:

Die Analyse des
Bienensterbens aus biologischer Sicht
von H.-J. Flügel (EZ 1/2015) wird mit
dem aktuellen Wissenstand auf umwelt-
toxikologischer Basis abgerundet. Es
finden sich überzeugende Hinweise,
dass systemische Insektizide, insbeson-
dere Neonikotinoide (NN), für die Ver-
luste von Honigbienen und Wildbienen
verantwortlich sind. Die NN verursa-
chen in kleinsten Dosen (Nano-/Piko-
gramm) subletale Toxizität durch Blo-
ckade von stimulatorischen Rezeptoren
in den Synapsen, was zu Fehlfunktionen
des Bienengehirns mit Ausfällen lebens-
wichtiger Fähigkeiten und Funktionen
führt. Deletär ist vor allem die direkte
NN-Wirkung im Genom auf immun­
suppressive Funktionen, wodurch die
endogene Abwehr gegen Parasiten und
Pathogene aufgehoben wird. Die Erfor-
schung der verheerenden Wirkung der
NN stammt im Wesentlichen aus dem
europäischen Ausland, während deut-
sche Bienenexperten ihre Kapazitäten
vor allem auf dem „Nebenkriegsschau-
platz“ der Varroa-Milbe einsetzen. Ak-
tuelle Publikationen, so auch die Exper-
tise der Dachorganisation europäischer
Wissenschaftsorganisation (EASAC),
belegen die negative Bedeutung der NN
auf Bienen und die gesamte Biodiversi-
tät. Es wird die Herausnahme der NN
aus der Natur, oder zumindest ein Ver-
bot als prophylaktische Pestizide ge­fordert.

Die Erfahrung zeigt mir, dass bereits beim Einbringen des mit NN gebeizten Saatguts in den Ackerboden, durch damit einhergehende Verwehungen der Bodenstäube, Bienen schwerste Schäden erleiden können: Die folgende Orientierungslosigkeit führt zum Tod.
In diesem Zusammenhang habe ich meinen Kindern erklärt, dass bei der Einsaat offen liegen gebliebenes, nicht mit Erdreich abgedecktes und schön "bunt" daherkommendes Saatgut, auf keinen Fall in ihre Hände zu nehmen ist.

Mit besten imkerlichen Grüßen,
HaWe


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