'Ich kann Dir von nahezu allen Themen ähnliches kritisches Material zur Verfügung stellen' Ehrlich? Das wäre nett!

Literaturhinweis, Montag, 24.10.2016, 12:12 (vor 3424 Tagen) @ J. v. Liebig4119 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 24.10.2016, 13:13

ich kann Dir von nahezu allen Themen ähnliches kritisches Material zur Verfügung stellen

Warum tust Du es dann nicht? Scheint ja, wenn man mich so sieht, ganz einfach zu sein.

..von jedem erdenklichen Thema kann man ähnliches kritisches Material selektieren, was soll das?

Ich habe eben gerade nicht selektiert. Was sollte das auch?

Sollte allerdings die objektive Literaturauswahl aus Amazon Dir unausgewogen scheinen, dann gibt es (mindestens) drei Möglichkeiten:

1) Du bist in einer bestimmten Richtung voreingenommen.

2) Das Angebot auf Amazon hat eine 'Kurtosis', d.h. Amazon wählt selektiv nur kritische Literatur aus und verzichtet auf den Verkauf der lobenden. Da würde ich als Amazon-Aktionär doch dem Bezos mal ganz kräftig in den Allerwertesten treten, da er dem Kunden Justus von Liebig nun verwehrt hat, das zu kaufen, was er hören bzw. lesen wollte.

3) Oder das (von Dir so empfundene) Übergewicht Glyphosat-kritischer Literatur hat den einfachen Grund, daß die Kritiker mehr Argumente haben, als die Befürworter.

Ich persönlich kann das nicht beurteilen, ich habe lediglich und ohne persönliche einschränkende Vorauswahl genau die Literatur hier verlinkt, die bei Amazon und im Wesentlichen auch beim Katalog der Deutschen Bibliothek zu Stichworten wie "Glyphosat" oder "Monsanto" als 'Treffer' angezeigt wird; nach Ausscheiden weniger offenbar unsinniger "Treffer", die einfach falsch einsortiert waren, als da wären:

- Pflanzenschutzmittel '95 (veraltet)

- Pflanzenschutzmittel im Feldbau 1982 (veraltet)

- Neil Young: Heart of Gold: Die Chronik in Bildern (da hat ein Amazon-Sachbearbeiter geträumt ...)

- DuMont Reiseabenteuer Unter dem Schutz des heiligen Gaucho: Siebentausend Kilometer durch Argentinien (mag schon sein, daß da irgendein Gaucho über Glyphosat oder Monsanto schimpft oder lobhudelt, aber der Titel erschien mir doch zu weit hergeholt)

- National Geographic Explorer. Lissabon. Öffnen, aufklappen, entdecken (bei aller Liebe zu Urban Gardening ...)

- [Perpetuating the Memory of a Sportscaster [ PERPETUATING THE MEMORY OF A SPORTSCASTER BY Monsanto Sr, Liston B. ( Author ) Feb-01-2006[ PERPETUATING THE MEMORY OF A SPORTSCASTER [ PERPETUATING THE MEMORY OF A SPORTSCASTER BY MONSANTO SR, LISTON B. ( AUTHOR ) FEB-01-2006 ] By Monsanto Sr, Liston B. ( Author )Feb-01-2006 Paperback (ohne Worte)

Dabei will ich es belassen. Die Verschlagwortung und Klassifikation von Amazon taugt halt nichts, Jeff Bezos war nie Buchhändler, der hat nur einen Versandbuchhandel aufgemacht, weil er zufällig eine CD mit dem US-Buchkatalog fand. Sonst hätte er mit Lingerie angefangen, vermute ich.

Hast Du schon einmal etwas mit Boden und Pflanzen zu schafffen gehabt?

Ja, vielleicht mehr als Du. Das geht aber, siehe oben, gänzlich am Thema vorbei. Ein Bibliograph muß auch nix mit BDSM am Hut haben, um Dir eine Dir vielleicht gefälligere Literaturliste zu erstellen.

Man muß sich vielmehr fragen, warum Landwirte im Studium einen Bibliothekar für ihre Magisterarbeit aufsuchen, wenn der doch so richtig keine Ahnung hat?!

Ich möchte hier weder dieses noch jenes verteidigen

Na also, genau meine Position. Aber erst mal 'dicke Arme machen', gelle???

und mich schon gar nicht vor irgendeinen Karren spannen lassen,

Klingt aber verdächtig anders.

aber dieses "Grünen Thema"

Glyphosat ist weiß Gott der Antipode zu "grün". Wo hast Du das jetzt wieder her???

bringt mich auf die Palme.

Palmöl - war da nicht auch was, was die Grünen auf die Bäume treibt? Et tu, Brute?

Habe übrigens bereits hunderte Liter Round Up eingesetzt,

Ich vermute, Du schreibst unter Pseudonym?

ganz niedrig dosiert,

Das ist sicher keine Wertung? Man kann das Zeug doch sogar pur trinken.

damit die Zielpflanzen das Mittel bis in die letzte Wurzelspitze hineinwachsen und nicht vorher die Assimilat-Verlagerung einstellen. Das führt dann später dazu, dass man weniger Ungrass und Unkrautdruck hat in der Kultur hat.

Fukuoka hatte hier andere Ansichten, würde aber den heutigen 'Grünen' mit dem Samurai-Schwert einen Scheitel ziehen.

Diese und viele andere Maßnahmen in einer Kette führen dann letztlich dazu, das Getreide per Schiff besonders nach Afrika, in den nahen Osten und wo auch immer verschifft wird.

Tja, das haben die dort auch schon gemerkelt. Drum flüchten die durch das hoch subventionierte EU-Getreide und -Fleisch und das hochsubventionierte US-Soja von der Scholle vertriebenen Bauern in Afrika in die Städte, um sich vom World Food Program alimentieren zu lassen.

Deutsche Ware ist beliebt aus mehrerlei Gründen.., aber das würde zu weit führen.

Ja, laß' besser. Die Herero haben ihre Liebe zu deutscher Wertarbeit bis heute nicht überwunden. Das EU-Getreide landet nur in Afrika, weil es dort zu einem geringeren Preis angelandet wird, als der dortige Bauer, der einen Dollar pro Tag verdient, selbst produzieren kann. Es sind die Überschüsse, die die EU mit ihrer Gemein(sam)en Agrarpolitik erzwingt und dann den Afrikanern ebenso aufzwingt, wie z.B. das hier eingesammelte Plastik des Dualen Systems ("Gruener" Punkt).

Das ist etwa so, wie wenn man den Chinesen den Transrapid schenkt und dann heult, daß er hier für teuer Geld nicht mal zwischen München Hauptbahnhof und Flughafen konkurrenzfähig ist.

..by the way, Europa sollte GMO frei bleiben....

Das würde sich regeln, wenn Monsanto, Syngenta und BASF haften müßten für Quer-Pollination zu benachbarten Äckern, die dabei z.B. ihre Bio-Zulassung verlieren und damit der Bauer seine Existenz. Stattdessen verklagt Monsanto Bauern, deren Pflanzen unfreiwillig durch Pollen- oder Samenflug Monsanto-Gene enthalten, auf Zahlung von Patentgebühren, weil sie "illegal" Monsanto-Patente nutzen. Ich würde vorschtig sein, solchen Mafia-Paten den Steigbügel zu halten, um nicht irgendwann an derselben Laterne zu hängen.

Das Verwerflichste sind meines Erachtens die Tierversuche zur Ermittlungder Toxität zum Nachweis der Unbedenklichkeit von Chemieprodukten.

Du bist also auch gegen den Einsatz von Herbiziden, denn dann gäbe es diese nach gängiger Zulassungspraxis gar nicht und das Problem, aber leider auch dieser Literaturhinweis, wäre vom Tisch?!

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