Nein, nicht eskalieren....eher diskutieren
Hallo Waldläufer, weiß jetzt gar nicht, was Teratogen heißt oder
bedeutet.
Irgendwas mit Erde?
nein....fruchtschädigend
Petersen heißen die bei mir in der Nachbarschaft alle.
Von dem Petersen aus Dänemark habe ich gehört, und der Fall ist etwas
anders gelagert:
In Dänemark beginnt die Getreideernte sehr spät, das Getreide ist nur
knapp reif. Um den Abreifvorgang zu beschleuningen, wurde das Getreide etwa
14 Tage vor der Ernte totgespritzt mit Glyphosat, als quasi auf die
Körner. Das nennt man dann Sikkation, Abreifebeschleunigung. Dieses
Verfahren gibt es schon 20 Jahre, die Geschichte mit dem Bier war auch so
eine Sache. Der Petersen hat einen Zusammenhang mit dem Glyphosat aus der
Sikkation und Problemen in der Ferkelerzeugung hergestellt. Wenn man sich
etwas mit der Ferkelerzeugung auskennt, weiß man um die Vielzahl von
Faktoren, die einem richtig Probleme bereiten. So habe z.B. Mykotoxine
(Pilzgifte) eine hormonelle Wirkung. Schlechtes, verpilztes Futter ist die
Hölle für Sauen und die Föten. 30.000 Ferkel p.a. sind übrigens 1200
Ferkel alle 14 Tage, nur um die Größenordnung zu beschreiben. Dänemark
ist bei mir um die Ecke, daher beliefere ich auch dortige Ferkelerzeuger
mit Getreide via Großhandel. Eine Zeit lang kauften die Dänen (für
Ferkel)nur Getreide, dass nicht mit Glyphosat dem Prozess der
Abreifebeschleuningung unterzogen wurde, gerne in Deutschland.
Ja, ist alles richtig. Ich sehe das auch völlig realistisch! Ein gewisser Anteil an Missbildungen kommt immer vor, manchmal ahnt man, was die Ursache sein könnte, manchmal rätselt man. Glauben Sie, ich habe auch etliche Varianten life gesehen. Es gibt, neben den genannten Mykotoxinen, noch Pflanzengifte, Medikamente, Strahlung usw. als Auslöser.
Das markante an Petersens Aussagen ist, dass er einen linearen Zusammenhang herstellt zwischen viel Gly. -> viele Missbildungen...weniger Gly. -> weniger Missbildungen. Dass ist der Punkt, der zu denken gibt.
Es sind auch nicht die angeblichen 100 Liter Bier, die man trinken müsste, damit ein gesundheitlicher Schaden entstehen kann. Ich hatte das gelesen. Dass sich das Gift kumuliert im Körper, ist in meinen Augen das Problem. Und dass Gly. mittlerweile in wirklich soooo viele Produkten nachgewiesen werden konnte.
In meinem Bekanntenkreis sind in den letzten 3 oder 4 Jahren mehrere Personen gestorben, die Altersklasse 55 - 65 waren. 2 x Leberkrebs (waren keine Alkis!) 2 x Bauchspeicheldrüsenkrebs (davon einer gestorben, einer lebt noch), einmal Lungenkrebs (war Nichtraucher). Außerdem gab es 2 Frauen, die eine Totgeburt hatten (Kinder waren vor der Geburt schon tot)...ganz schrecklich, glauben Sie mir. Das eine Kind war nicht missgebildet, bei dem anderen weiß ich es nicht.
Natürlich kann niemand sagen, was die Ursache dafür ist. Ich behaupte auch nicht, dass Gly. zwingend etwas damit zu tun hat! Nur, ich kann es auch nicht ausschließen.
Das einzige was man aktiv tun kann, ist die Vermeidung aller Dinge, die evtl. in Betracht kommen könnte. (Also ein Stochern im Nebel.)
Und, irgendwo kann eine Missbildung bei einem Ferkel sehr wohl die gleichen Ursachen haben, wie Krebs beim Menschen (Störung der Zellteilung). Oder irre ich da?
Sikkaton ist seit einigen Jahren nicht mehr zulässig, was ich auch sehr
begrüße.
(Ästhetischer Aspekt).
Ich würde sagen, kumulativer Aspekt!
Ob die in Südamerika fahrlässig damit umgehen, kann ich nicht sagen, es
scheint so zu sein.
Es treten Resistenzen auf, deshalb wird die Konzentration erhöht.
Wenn es so ist, dann ist es eine Frage des Systems und
nicht von Glyphosat. Wie gut, dass wir unsere gesamten Proteine bei denen
kaufen. Sojaschrot gibt es seit 1985 nur noch als GMO (aus Nord und
Südamerika)
Proteine = Sojaschrot (fast 100%) und Rapsschrot
Verwende ich nicht.
Es gibt verschiedene Bemühungen, Eiweißpflanzen, die das mitteleuropäische Klima vertragen und hinreichend ertragreich sind, zu fördern. Wenn, verfüttere ich eine Mischung aus Lupine/ Erbse/ Saubohne (etwa 80/ 10/ 10 Prozent).
Ist nicht schlecht! Ich kann aber nichts zu den Erträgen sagen.
Stärke = Getreide (Europa), Mais (gerne Nord und Südamerika)
Pflanzenöle = Rapsöl (Europa), Sojaöl, Palmöl,
Wandert halt viel in die Biogasanlagen und die Tanks....ob das der richtige Weg ist, frage ich mich auch.
viele Grüße
--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg