Hundehalter und Reichsbürger
Hallo Waldläufer,
liest man sich Ihre ersten Absätze durch, ist die Kernaussage keine andere, wie sie auch in vielen weiteren Diskussionsbeiträgen zu anderen Themen aus den Wörtern quillt. Nämlich jene, dass es schon immer so gewesen sei, also schon immer so war und weswegen es dann richtig und gut sei. Da frage ich mich langsam, ob wir es hier mit einem rückwärtsblickenden Forum zu tun haben, welches längst vergangenen Zeiten hinterhertrauert und deren Teilnehmer (zumindest ein paar von ihnen) nicht in der Lage sind, der wenig tier- und deutschenfreundlichen Gegenwart ins steinerne Antlitz zu blicken?
Eine Hundehaltung vor tausend Jahren hat ungefähr noch so viel mit der gegenwärtigen zu tun, wie ein Reichsbürger mit der Weimarer Republik. Natürlich kann man sich in seiner Bude verschanzen und auf jeden Eindringling ballern, der es wagt, den persönlichen Seelenfrieden zu stören. Das ändert aber auch nichts an der Tatsache, bereits von der Realität in voll krasser Art und Weise auf der linken Spur überholt worden zu sein. Beim nächsten Dosenfutterkauf können Sie ja mal darüber nachdenken.
Gruß
vegan