Elektroautos - wie geht es weiter? Läßt sich der Wirkungsgrad den sparsamen Dieseln und Benzinern annähern? Lithiumknappheit?
Es ist ja nicht so, daß man einfach einen neuen Industriezweig, der auf völlig neuen Voraussetzungen fußt, über Nacht aus dem Boden stampfen kann.
Wer nur das Endprodukt sieht, das fahrende Elektroauto, macht den Fehler, den man zu Bertha Benz' Zeiten auch machen hätte können: Benzin gab's damals in jeder Apotheke ... aber es fehlten Tankstellen.
Die ersten Automobilfabriken (von denen es hunderte 'große', tausende kleine gab) entstanden aus ... Nähmaschinenherstellern oder Fahrradwerkstätten - dem "naheliegendsten" halt, was damals technologisch am Markt war.
Es gibt z.B. Zweifel, "dass sich nicht genügend hochreines Lithium in den nächsten 5 - 10 Jahren gewinnen lässt um dem Elektroauto als Massenware genügend Akkus zu verpassen".
Die Elektro-Zukunft könnte zur nächsten halsbrecherischen Drehung der Komplexitätsspirale werden, vgl. Tainters Studien.
Tja, was im Sommer schon ineffizient war, wird im Winter richtig kuschelig. Potz- ähm, Hotzenblitz.
Toyota, bekanntlich im Automobilmarkt wesentlich unerfahrener als Moschus-Tesla, beerdigt Verkaufspläne für Elektroauto.
Elektroautos erreichen nach viermal umsteigen schon Werte wie Diesel-Autos.
"E-Autos sind ineffizient und umweltschädlicher als z.B. ein 3 Liter Auto."
"Teslamotors ist aus meiner Sicht ein Zockerpapier"?
Der Ladestrom "geht schon an die Grenzen des Hausanschlusses ... [oder] Spannung in der Größenordnung der deutschen Eisenbahnoberleitung".
"Wir sind mindestens eine Zehnerpotenz weit weg von den Verbrennungskraftstoffen".
"Die angebliche Reichweite von 500 km wurde von Anfang an nicht erreicht und die Qualität der Batterie ließ sehr schnell noch weiter nach." (Wieso eigentlich? Der ICE hat doch auch ganz ohne Batterie 500 km Reichweite und mehr - jedenfalls, wenn nicht grade mal wieder die Toilette streikt?)
"Die größte Illusion ist der Glaube, dass die Fahrerei mit Elektroautos langfristig billiger werden würde".
"... ohne ein ordentliches Anreizsystem seitens der EU und den Ländern wird das schwierig ...". Zweifelsfrei, auch Bordelle gäbe es ohne ein 'ordentliches Anreizsystem' bestimmt nicht. Manche Männer sollen den Sensor dafür bereits eingebaut haben.
Immerhin 2013: "Elektromobilität kommt schneller als gedacht! Tipping Point bereits 2016 möglich!" Wo hab' ich bloß meinen Kalender verlegt ...
"Ohne Subventionen macht Tesla Verlust".
Der Tesla Powerwall stammt vom selben Autisten, der es auch schafft, teure Autos durch Mehrfachnutzung billig zu rechnen. Für den Preis dieses Ungetüms kann man jahrelang kostenlos Strom aus der Steckdose ziehen ... wenn man es nicht kauft. Aber Rechnenkönnen hat ja bekanntlich was mit Bildung zu tun; Bildung, von der Elon mehr hat, als seine Jünger. Da kommen die E-Autos dann ja wie gerufen, um den überschüssigen Sonnenstrom zwischenzuspeichern:
"Die Rettung des Kurzzeit-Speicherproblems durch Elektroautos ist (für die E-Auto-Besitzer) so teuer, dass es sich nicht rechnet. Ein wesentlicher Grund: Der gravierende Verschleiß der Akkus."
Akkumulatoren-/Batterie-Verschleiß dürfte auch bei den Hybrid-Konzepten eine Rolle spielen. Bei diesen ist neben dem/den Elektromotoren noch ein konventioneller Verbrennungsmotor eingebaut, der jedoch, statt auf den Antriebsstrang einzuwirken, einen Stromgenerator antreibt, der bei Bedarf die Batterien des elektrischen Antriebsstranges wieder auflädt/puffert. Hier geht man also den umgekehrten Weg: während man beim reinen Elektrofahrzeug zu dessen Gunsten anführen kann, daß es technisch wesentlich 'einfacher' aufgebaut ist, als ein Fahrzeug mit kompliziertem Verbrennungsmotor und zusätzlich einem komplizierten (Automatik-) Getriebe, ist ein Hybridfahrzeug noch komplexer, aus noch mehr Teilen, aufgebaut, denn es ist ein 'echtes' Elektrofahrzeug mit zusätzlicher fossiler Ladestation. Dennoch erfreuen sich diese Konzepte derzeit, was die Zulassungszahlen angeht, noch höherer Beliebtheit als reine Elektrofahrzeuge, wohl vor allem darum, weil das 'Nachladen' genau so schnell wie bei Benzin- und Dieselfahrzeugen erfolgen kann - nämlich an den herkömmlichen Tankstellen für Diesel und Benzin.
Ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle dagegen ist ebenfalls eine Art Hybridfahrzeug, nur erfolgt die Stromerzeugung ebenfalls 'an Bord', allerdings ohne zusätzlichen Verbrennungsmotor, sondern mittels chemischer Umwandlung der z.B. in Wasserstoff oder Methangas enthaltenen Verbrennungsenergie direkt in Elektrizität, die dann den elektrisch motorisierten Antriebsstrang des Fahrzeugs antreibt, der i.W. wie beim reinen Elektrofahrzeug aufgebaut ist. Von den derzeit noch nicht vollständig gelösten Problemen bei der Wasserstoffspeicherung und -betankung abgesehen, ist diese Technologie nicht nur fast schadstoff-los gegenüber der Diesel- und Benzin-Verbrennung, sie hat auch nicht das Problem, das batteriebetriebene Elektrofahrzeuge derzeit und noch auf Jahre hinaus plagt: die mitgeführte Energiedichte kann mit der fossiler Brennstoffe mithalten und die immer noch langwierige Aufladung der Batterien entfällt ähnlich wie beim Hybridantriebs-Konzept.
"... bei einer Zunahme von Elektroautos so gut wie kein Benzin und fast nur noch Diesel/Heizöl brauchen. Das geben die Raffinerien so nicht her." Tja, da hilft natürlich nur noch ein Verbot.
Frei nach George Orwell: "Mobilität ist Stillstand!"
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