Höhenauflösung halbieren? Nein!

kieselflink, Samstag, 08.10.2016, 13:37 (vor 3486 Tagen) @ re-aktionaer3363 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 08.10.2016, 14:31

Die Bilder die man da sieht, stammen aus dem Jahr 2001. Damals war die
Auflösung eines Videobildes ca. 768X576 pixel, wenn man in PAL Standard
gefilmt hat, bei NTSC noch geringer. Damit aber nicht genug, wurden diese
Bilder in Halbbilder unterteilt, also man muss die "Höhenauflösung" noch
mal halbieren.

Das stimmt so nicht.

Der Bildinhalt z.B. bei PAL liefert eine tatsächliche Bildhöhe von 575 Zeilen mit echtem Inhalt.

Die Bilder, die Du da siehst, sind schon mal von Haus aus kräftig
bearbeitet, weil man die Halbbilder rausgerechnet hat, andernfalls würde
man an allen Teilen des Bildes, die in Bewegung sind, ausgefranste Ecken
sehen.

Das liegt am (bereits 88 Jahre alten) Zeilensprungverfahren.

Onkel Photoshop repariert das zackig - man nennt den Filter
"De-Interlace" und den Filter gab es damals schon. Wenn man den Filter
anwendet, kann man dem Rechner sagen, er möge die Zeilen zusammenschieben

"zusammenschieben" bedeutet, den horizontalen Versatz zwischen geraden und ungeraden Zeilen durch die Laufzeitverschiebung von 20 ms zu kompensieren.

oder einfach nur eine nehmen und die Lücken interpolieren.

...was dann tatsächlich einer Reduzierung der Bildinformation um 50% entspräche. Aber warum sollte man dies tun?

Wie dem auch
sei - das Flugzeug ist so fuzziklein bei der TV-Auflösung, dass wir hier
von 3-4 Pixeln reden, wenn wir von der Höhe des Rumpfes sprechen.

Hab es nachgemessen. Es sind ca. 20-22 Pixel Rumpfhöhe. Was die Sache aber nicht einfacher macht. Da sich das Flugzeug pro Halbbild um ca. 2 bis 4 Meter fortbewegt (je nachdem, welche Fluggeschwindigkeit tatsächlich vorlag), müsste die Bewegungsunschärfe viel höher sein. Schließlich stammen die Videos nicht von einer Hochgeschwindigkeits- sondern einer TV-Kamera, welche ca. 50 Halbbilder/s aufnimmt.

--
cheers - kieselflink


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