Gut aufgelistet, - noch ein paar Zusätze
Also:
1. befriedigende Tätigkeiten/Arbeiten, die den Körper und Geist fordern
2. den körperlichen und seelischen Gelüsten nachgehen, sonst entsteht
Frust, Depression mit gesundheitl. Folgen
3. Natürliche Nahrung ist jeder anderen zu bevorzugen, allerdings unter
Berücksichtigung von Nr. 2
4. keinesfalls belasten mit zu viel Theorie bei der Nahrung, mehr auf den
Körper achten, ihn sensibilisieren, wie es Tiere bei der Verprobung ihrer
Kost machen.
5. Beim Essen: Frische Zutaten, keinerlei Fertigprodukte, Grundstoffe
möglichst guter Herkunft, gutes Salz, gute Öle.und noch sehr wichtig:
mehr oder viel draußen (möglichst nicht städtisch) sein als in
Wohnungen/BürosGruß Dieter
Hallo, Dieter, noch etwas Senf von meiner Seite dazu:
Zu 1): Natürlich nicht nur auf das tägliche Arbeitspensum bezogen, sondern auch außerhalb der Einkommenssicherung, - man nennt es auch "Freizeit". Es ist gut, wenn der Mensch sich da in seinen spezifischen Hobbies ausleben kann.
Zu 2): Du hast es zwar richtig angesprochen, aber man sollte es noch besser heraustreichen. Es gehört hier auch die Harmonie in der Familie dazu, natürlich in der Partnerschaft, bis zum Sex (in Art und Häufigkeit individuell unterschiedlich), aber vornehmlich das ständige und intensive Gespräch zwischen den Partnern.
Zu 3): Klar bevorzugt man natürliche Nahrung, aber - wie Du auch richtig sagst - alles, was schmeckt und dem Menschen nicht das Gefühl gibt, sich irgendwelchen Doktrien beugen zu müssen. Das Wichtigste bei jeglicher Nahrungsaufnahme ist (m.M.n.) die weitestmögliche Ausgewogenheit. Es soll die ganze Bandbreite, die ganze Vielfalt des Nahrungsangebotes realisiert werden, quer durch alle Sparten.
Dabei sollte man nur darauf achten, nicht irgendetwas ins Übergewicht zu bringen. Von jedem etwas, und das so ausgewogen wie nur möglich, und niemals sagen "Das esse ich nicht", was meistens auf falschen Vorurteilen oder Unkenntnis beruht. Manchmal auch auf schlechter Kochkunst. Obwohl jeder Mann naturgemäß die Kochkünste seiner Mutter in den Himmel hebt, muss ich z.B. zugestehen, dass meine Frau den Spinat wesentlich köstlicher zubereitet, als es meine Mutter gemacht hat. Nur als ein Beispiel. Seitdem esse ich ihn mit Vorliebe, früher nicht.
Zu 4): Die wichtigste Grundregel, die aus der Nahrungsaufnahme kommt und bis ins Gesundheitswesen hineingeht, ist die Selbstbeobachtung. "Der Mensch muss sein eigener Arzt sein", - das ist hier eine Grundregel in Siebenbürgen bei den Bauern. Damit ist die Selbstbeobachtung gemeint, die bei vielen nur mäßig oder gar nicht vorhanden ist. Daraus ergibt sich ja bereits, wenn irgendeine Speise oder ein Getränk das Wohlbefinden stört, dass man das entweder reduziert oder abstellt.
Sollte man dann doch irgendwie ernsthaft erkranken, dann ist gerade diese Selbstbeobachtung die Grundvoraussetzung für die Anamnese des Arztes, - aufgrund des überwiegenden Fehlens dieser Informationen kommt es ja zu den häufigen Falschdiagnosen. Und im heutigen 10-Minuten-Takt-System der Untersuchungen, was schon von den Krankenkassen so beschränkt wird, hat der Arzt ja gar nicht mehr die Zeit, lange nachzufragen.
Zu 5): Diese Ausage ist vollkommen klar.
Fehlt noch 6): Gesunde und altersangepaßte Körperertüchtigung (ich vermeide extra das Wort "Sport"). Das beginnt bereits mit 10 Minuten Morgengymnastik, kann bis zum regelmäßigem Schwimmen oder Radfahren gehen.
Als freibleibenden Zusatz noch 7): Wenn ich den Pkt. 3) komplett auslebe, auch sonst kein Kostverächter bin (im nicht übertriebenen Rahmen) und auch die Dinge in mich reinziehe, die mir zwar schmecken, aber vielleicht nicht das Gesündeste sind, dann sollte man etwas logisch denken. Der Körper nimmt auf, und scheidet auf verschiedenstem Weg aus. Aber nicht alles. Gewisse Substanzen bleiben und sammeln sich, - meist dort, wo sie es nicht sollen.
Als logischen Vergleich: Wenn ich eine Arbeitsmaschine mit einem Verbrennungsmotor habe (auch der Mensch "verbrennt" ja seine Nahrung), die ich ziemlich in Anspruch nehme, dann stelle ich die Tätigkeit in bestimmten Intervallen ab, wechsle Öl und Filter und führe eine Motorspülung durch. Damit wasche ich alle Substanzen (z.B. Eisenfeilspäne) aus dem Motor heraus, die dort nichts verloren haben und unter ungünstigen Umständen Schäden anrichten können.
Nun zum Menschen: Was für die Maschine recht ist, kann für den menschlichen Organismus nur billig sein. Nun hat der Mensch aber nicht die Möglichkeit, sein "Öl" und seinen "Filter" zu wechseln. Aus dieser Grundüberlegung habe ich mich vor Jahrzehnten schon mit der einschlägigen Literatur befaßt und betreibe regelmäßiges Heilfasten, wobei ich in dieser Zeit nur Wasser (oder im Winter, wenn der "Appetit" aufs Wasser fehlt, halt Kräutertee) trinke. 3 - 4 lt. pro Tag. Das ist meine persönliche Motorspülung. Mit dem einfachen Effekt, dass ich seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr krank war.
Der Zusatz nach dem letzten Punkt mit dem "viel draußen sein" bezieht sich nicht auf den Biergarten, sondern auf die in jedem Nahbereich befindliche Natur. Wenn man z.B. eine angestrengte Tätigkeit am PC beendet hat und danach mal so eine Stunde im Wald oder am Waldrand spazieren geht und dabei seinen Blick auf das vorhandene Grün richtet, wird jeder feststellen, wie das als Balsam für die Augen wirkt. Und da gibts noch ganz andere Beispiele.
Fazit: Wir brauchen uns nicht so sehr über die zunehmende "Vergiftung" der Lebensmittel beschweren, - eher über unsere Sorg- oder Gedankenlosigkeit. Jeder hat - in seinem persönlichem Rahmen - die Möglichkeit, hier für seine individuellen Verbesserungen/Erleichterungen zu sorgen. Natürlich ist das oftmals ortsspezifisch und von der Gegend abhängig, wo man wohnt. Ich habs hier in Siebenbürgen einfacher. Kann noch unbehandeltes Gemüse und Obst am Markt kaufen, krieg noch die Rohmilch direkt vom Bauern, schlachte die Tiere, die auf den Küchenzettel meiner Familie kommen, selbst, nachdem ich sie vorher danach ausgesucht habe, wie sie ernährt wurden.
Der letzte Schrei: Durch Zufall bin ich an eine Ziege und ein Ziegenkitz (ein Böcklein) gekommen, weil der Vorbesitzer es nicht mehr halten wollte. Ab Herbst, wenn ich wieder jemanden ständig auf dem Lagerplatz habe, wird die Ziege hier gehalten und morgens und abends gemolken (derzeit habe ich sie einem Schäfer "ausgeborgt"), das Böcklein befindet sich schon auf dem Platz, frißt dort auf den Grasflächen und wird mit etwas Maismehl und Gerste gemästet. Im Spätherbst kommt dann der Schlachter (ich selbst kann es nicht schlachten, weil mir das Tier nachläuft wie ein Hund, - das ist der Nachteil, wenn man sich zu intensiv mit den Viechern abgibt).
Das bedeutet für die Zukunft, dass in den Gefriertruhen nicht nur Schwein, Kalb, und Truthahn (manchmal auch Fisch, wenn irgendwo ein Weiher entleert wird) vorhanden ist, sondern in Zukunft auch Fleisch vom Ziegenkitz (bevor es geschlechtsreif wird und dadurch den spezifischen Geschmack annimmt). Was aber wichtiger ist, - ich werde von Kuhmilch auf Ziegenmilch für meinen persönlichen morgendlichen Bedarf umstellen. Kostet hier das Doppelte im Vergleich zur Kuhmilch, aber wenn man so ein Tier selbst hat, - warum denn nicht. Soll angeblich wesentlich gesünder sein. Aber hier kommt wieder Pkt. 4) zur Anwendung.
Wie heißts so schön? "Jeder ist seines Glückes Schmied".
Ist schon was dran, an dem Spruch....
Gruß - Helmut