Ich habe den Verdacht, gesunde Ernährung hilft nichts, sondern es kommt auf die Nahrung an
Die Forschungen von Weston Price sind interessant. Besonders beruhigend
finde ich, dass zu seinen untersuchten und gesunden Gruppen z.B. auch
isolierte Gebirgsdörfer der Schweiz gehören und nicht nur Stämme im
Amazonas Regenwald oder dergleichen.
In den Schweizer Dörfern haben sie auch viel stärkehaltige Produkte
gegessen (Roggen), Kühe gehalten und mindestens die Butter und das Fleisch
und die Innereien verzehrt und sind damit gesund gewesen.
Man muss also ernährungsmäßig nicht bis in die Steinzeit zurückgehen.
Was Price sehr schön herausgearbeitet hat: Die Ernährung könnte beiden Aborigines in Australien, bei den Eskimos, auf den Hebriden und bei den Alm-Öhis in der Schweiz nicht verschiedener sein; das Ergebnis ist jedoch dasselbe: Gesunde Menschen.
Und obwohl die Menschen seit Jahrtausenden gesund gelebt haben und die gesunden Gene weitervererbt haben, degenerieren sie nachweisbar innerhalb von 1-2 Generationen, sobald sie ihre Ernährung umstellen auf Zivilisationkost.
Es scheint also keine genetische Sache zu sein, sondern eine Sache der Epigentetik. Davon konnte Price allerdings noch nichts wissen.
Der Schluss daraus ist: Die Degenerierung ist umkehrbar, wir haben nach wie vor dieselben Gene wie unsere Vorfahren, nur die Expressionen dieser Gene ist verschieden.
Der wesentliche Unterschied zu heute ist, dass sich alle diese gesunden Völker, solange sie gesund waren,nur das und ausschließlich das gegessen haben, was sie sich selber verschafft haben, selber geerntet und selber getötet.
Price hat übrigens bei seinen Untersuchungen von über 100 Völkerschaften keinen einzigen Stamm gefunden, welcher vegan lebt.
Ob ich eine Henne verzehre oder ein Ei, eine Kuh oder Kuhmilch und Butter, kommt ernährungsmäßig auf dasselbe hinaus.
Auch habe ich weiters den Verdacht, dass, wenn man jedes Stück Nahrung, das man zu sich nimmt, vorher sich aussuchen, selber ernten oder töten muss, dass man sich dann völlig anders ernährt, wie wir es heute machen.
Ich habe mal einen Bauern gesprochen, die Kälber erhalten heute vorzugsweise Milchersatz. Als sie mal ein Kalb schlachteten und es verzehrten, da haben sie das "Milchkaibl" genommen, also das, das ausschließlich mit Muttermilch ernährt wurde.
Alle Lebewesen dieser Erde verzehren nur das, was sie sich selber ausgewählt haben, mit Ausnahme der Zivilisationsmenschen und seiner Haustiere.
Es ist vielleicht sogar schädlicher für das Fleisch, das wir verzehren, nicht dass die Tiere in Massentierhaltung gehalten wurden (Menschen halten die Massentierhaltung auch aus ohne größere Qualen, wenn es nicht auch sehr zuträglich ist für ihre Gesundheit), sondern dass sie sich ihre Nahrung nicht selber ausgesucht haben.
Jedes Rind, jedes Schwein, jedes Schaf, jedes Huhn auf der Weide sucht sich seine Nahrung selber aus.
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc