Der Waffenlieferant von Ali Sonboly wurde gefunden ..

nereus, Mittwoch, 17.08.2016, 11:52 (vor 3479 Tagen)5708 Views

.. aber die Geschichten drumherum sind wieder grandios [[freude]]

Ein 31-jähriger Deutscher soll dem Amokläufer von München die Waffe samt Munition geliefert haben. Nun ist der Mann in Marburg gefasst worden. Auch eine mögliche Komplizin nahm die Polizei nach SPIEGEL-Informationen fest.

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/amoklauf-in-muenchen-mutmasslicher-waffenverkaeuf...

Nun könnte Klarheit in die Hintergründe des Massakers kommen.
Was gibt es dazu an neuen Erkenntnissen?

Nach Angaben des slowakischen Innenministeriums wurde die Tatwaffe von München im Jahr 2014 in einer Glock-Fabrik in der Slowakei hergestellt. Danach sei sie von mehreren Firmen weiterverkauft worden und habe mehrmals den Besitzer gewechselt, teilte ein Ministeriumssprecher dem SPIEGEL mit. Genaueres könne man wegen der laufenden Ermittlungen derzeit nicht sagen.

Damit scheint die rückgebaute Theaterwaffe vom Tisch, oder?
Wozu gab es denn dann überhaupt diese Meldung?

Die Ermittler stellten dem jetzt gefassten mutmaßlichen Waffenhändler nach eigenen Angaben eine Falle:
Bei der Anbahnung eines Scheingeschäfts habe der Beschuldigte gesagt, dem 18-Jährigen bei zwei Treffen in Marburg zunächst im Mai die bei dem Amoklauf verwendete Pistole und dann vier Tage vor dem Amoklauf Munition verkauft zu haben.
Diese Angaben würden durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München und des Bayerischen Landeskriminalamts gestützt.

Bitte ganz in Ruhe diesen Text durchlesen und nachdenken!
Während eines Scheingeschäftes hat der Waffenverkäufer ausgeplaudert, daß er die Pistole an Sonboly verkauft habe und später noch die dazu gehörige Munition.
Das sagt also der Typ während eines Geschäfts mit einem anderen Typ.
Wozu soll sich eine zwielichtige Gestalt bei einem zwielichtigen Geschäft mit einer anderen zwielichtigen Gestalt DERARTIG belasten?
Damit macht er sich erstklassig erpressbar.

Wer soll diesen Käse glauben?
Und das BKA bestätigt das auch noch, damit der Unsinn ein amtliches Siegel bekommt.

Demnach war Ali Sonboly im Mai in Marburg und dann nochmals am 18.07., also am Montag.
Das müßte sich recherchieren lassen – mindestens über die Familie, die Hausbewohner, ggf. Taxifahrer usw.., denn nach Marburg muß man irgendwie physisch kommen. Das sind schlappe 500 km, mal mehr mal weniger, je nach Strecke und mit dem Zug dauert es ähnlich lang.
Sonboly muß also am Montag mindestens 10 h lang unterwegs gewesen sein.
Wenn es irgendeinen Zeugen gibt (Hausbewohner), der Sonboly am Montag tagsüber mehrfach in kürzeren Abständen gesehen haben, bricht das Kartenhaus in sich zusammen.
Allerdings besteht sehr wohl die Möglichkeit, daß er tatsächlich in Marburg gewesen war.

Die bayerischen Ermittler teilten auch neue Erkenntnisse über den Ablauf nach dem Amoklauf in München mit. Demnach betrat Sonboly, nachdem er das Gelände des Einkaufszentrums verlassen hatte, eine nahegelegene Wohnanlage durch eine unversperrte Haustür.

Der SPIEGEL vergißt zu erwähnen, daß Ali schon vom Parkdeck zur Wohnanlage von Zeugen gesehen worden sein soll, was nicht ganz unwichtig ist.

"Im Treppenhaus hatte der Täter nacheinander Kontakt mit mehreren Anwohnern, die von ihm glücklicherweise weder bedroht noch angegriffen wurden", schrieben die Staatsanwaltschaft München I und das Bayerische Landeskriminalamt in ihrer Mitteilung. Sonboly habe sich im Anschluss in der Tiefgarage des Wohnhauses versteckt. Nach längerer Zeit habe er die Garage verlassen, traf dann auf Polizisten und erschoss sich vor deren Augen.

Wie schön!
Der Massenmörder hatte wohl den Mord-Modus mittlerweile deaktiviert.
Haben die Anwohner denn nicht unmittelbar danach die Polizei verständigt?
Offenbar nicht, denn es dauerte nochmals 2 Stunden bis sich der „Einzelgänger“ erschoss.
Also, im McDonalds griff eine Zeugin nach dem bimmelnden Telefon, obwohl sie das in Lebensgefahr brachte, aber in einem Wohnhaus scheuen die Zeugen den Anruf bei der Polizei, weil er plötzlich unbedrohlich durch die Landschaft lief.
Wie wahrscheinlich ist das, liebe Wahrscheinlichkeitsexperten? [[freude]]

Normalerweise wäre binnen 10 bis 15 Minuten das SEK angerückt, hätte die Wohnanlage umstellt und innerhalb von 20 bis max. 45 Minuten das Problem geklärt.
Allerdings wissen wir amtlich aus den damaligen Meldungen, daß man irgendwie zufällig auf den Täter stieß und der sich dann urplötzlich erschoss.
Am Anfang hatte man gar einen Toten gefunden!
Wenn man einen Toten findet, müßte der nach normalem menschlichen Ermessen bereits tot sein, oder?[[sauer]]
Von einem Notruf oder Hinweis aus der Bevölkerung wurde nichts mitgeteilt, was aber schlüssig gewesen wäre.
Also hat keiner der Zeugen das Telefon in die Hand genommen, obwohl Hubschrauber kreisten, die Signalhörner hupten, im Großraum OEZ Chaos herrschte und ab 18.30 Uhr live in allen Medien vom Schusswechsel ganz in der Nähe berichtet worden war.

Ich finde das äußerst sonderbar.

Die Ermittler aus München erklärten, sie hätten bislang mehr als 3100 Hinweise und Spuren erfasst, eine Vielzahl davon sei noch in Bearbeitung. Rund 250 Zeugen seien vernommen worden.

Will man uns hier mitteilen, daß die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind und ggf. noch Zeugen vernommen werden, wie ich das in einem anderen Thread schon mal thematisierte.
Wenn dem so ist – und warum sollte es nicht so sein – wie konnte man aber dann schon am frühen Sonnabend (23.07.) ganz sicher davon ausgehen, daß es NUR ein Einzeltäter war.
DAS WAR zu diesem Zeitpunkt noch VÖLLIG UNMÖGLICH!

Und jetzt noch ein kleines Schmankerl am Schluß.
Sonboly soll in der Tiefgarage ein ganzes Magazin auf ein Auto verschossen haben. Warum wird nicht erklärt, ich hätte da aber eine Lösung.
Im Focus wurden Zeugen zitiert, die ganz sicher waren, daß in der Tiefgarage geschossen worden war und vermuteten ein Maschingewehr. Diese Zeugen waren sich auch ganz sicher, daß es sich um mehrere Täter handeln würde.

Nun muß dieser Widerspruch irgendwie aus der Welt.
Wie geht das?
Der Einzeltäter schießt völlig sinnfrei auf ein Auto sein Magazin leer.
Ach so, jetzt wird es aber mit den Magazinen eng, denn er hatte ja nur zwei.

Der Wahnsinn feiert Hochkonjunktur in der größten Irrenanstalt der Welt!

mfG
nereus


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