Hugenotten ist ein unzutreffendes Beispiel

Mephistopheles, Datschiburg, Montag, 25.07.2016, 18:55 (vor 3502 Tagen) @ Olivia4189 Views

Ganz oft denke ich an die Vertreibung der Juden.

Die Juden wurden nicht vertrieben. Hätte man zwar gerne, aber niemand wollte sie haben.

Meine Familie stammt von französischen Hugenotten ab, die mussten auch
mit dem fliehen, was sie auf dem Leib trugen.
Wenn es hart auf hart kommen sollte, dann müssen wir das wohl auch.

Hugenotten ist nicht zutreffend als Analogie. Schau dir lieber den 30-jährigen Krieg an.
Das ist die wesentlich bessere Analogie für unsere mittelfristige Zukunft. Wohin wollten die damals fliehen? Genau dahin, wohin man heute auch fliehen will: Nirgendwohin.

Die hatten damals folgende Chancen:
Entweder man schloss sich irgendwelchen Marodeuren an (der Ausdruck stammt übrigens aus dem 30jährigen Krieg) und man hatte eine Überlebensrate von 5-10% (in der Folgegeneration, weil der 30jährige Krieg dauerte 1 Generation lang)
oder
man blieb im Lande und machte das ganze Elend mit und hatte eine Überlebensrate von 50-70% (in der Folgegeneration)

Bei dem Attentat in München wurden von einer Familie DREI Kinder
getötet. Ich weiß nicht, wie man so etwas überhaupt ertragen und
weiterleben kann.

Blutrache
Meine ich völlig im Ernst. Das ist die einzige Möglichkeit, wie man so etwas seelisch überleben kann.
Es gab doch vor Jahren mal den Fall einer Frau, die im Gericht(!) den Mörder und Vergewaltiger ihrer 6-jährigen Tochter erschoss. Sie wurde dann zwar wegen einer Rachetat verurteilt, aber das ist die einzige Möglichkeit, wie man so etwas seelisch überleben kann.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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