Ja, ich denke auch oft an die Juden in der Inquisition und im Dritten Reich.
2005 habe ich von Noah Gordon das Buch "The last Jew" gelesen. Meine Tochter musste Englisch lernen und das ging nur über Literatur. Also haben wir das zusammen gelesen, wie dieser junge Mann durch ganz Spanien fliehen musste. Die ganze Zeit hatte ich so komische Vorahnungen, dass "sie" das wissen muss, damit sie auf "schwierige" Zeiten mental eingestellt ist. Wir sind damals mit kaum etwas in der Hand von Spanien zurück nach Deutschland. Ich war sehr froh, als wir hier Stück für Stück wieder die Füße auf dem Boden hatten. Irgendwie fühle ich mich inzwischen mit den Menschen aller Jahrhunderte, die vor Gewalt fliehen mussten, verbunden. Aber nur mit denen, die flohen und versuchten, auf ehrliche Art und Weise weiter zu leben, ganz sicher nicht mit denen, die brandschatzend, raubend, mordend, stehlend durch die Gegenden vagabundierten.
Ganz oft denke ich an die Vertreibung der Juden.
Meine Familie stammt von französischen Hugenotten ab, die mussten auch mit dem fliehen, was sie auf dem Leib trugen.
Wenn es hart auf hart kommen sollte, dann müssen wir das wohl auch.
Bei dem Attentat in München wurden von einer Familie DREI Kinder getötet. Ich weiß nicht, wie man so etwas überhaupt ertragen und weiterleben kann.
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