Tomas Spahn hat wohl sein Russland-Trauma noch nicht verarbeitet - er phantasiert

CalBaer, Mittwoch, 22.06.2016, 19:17 (vor 3530 Tagen) @ nereus3198 Views

Er war mal in den fruehen 1990ern in St Petersburg und hat dort das Chaos mit hoher Kriminalitaet und Strassenbanden nach dem Untergang der Sowjetunion erlebt. Seine Impressionen aus diesem kurzen Besuch uebertraegt er nun sym­p­to­ma­tisch auf das ganze Land und auf alle Zeiten einschliesslich der Zeit der Sowjetunion, was natuerlich hochgradig unsinnig ist. Ich bin ja selbst dort aufgewachsen und als 13-jaehriger ganz allein durch Moskau oder auch Leningrad (mit der Metro und O-Bussen) gefahren. Habe dort Freunde in dunklen Hinterhoefen besucht, manchmal auch zu dunkler Stunde. Strassenbanden habe ich nie erlebt, aber Kriminalitaet gab es natuerlich (allerdings auch hartes Vorgehen der Miliz dagegen). Das war sicher nicht voellig ungefaehrlich, aber weitaus ungefaehrlicher als sich heute durch deutsche oder US-amerikanische Grossstaedte zu bewegen (und Gangs gibt es dort auch). Wenn meine gleichaltrige Tochter das hier probierte, wuerden die Cops sie sofort aufgreifen.

Aus seinem Eindruck strickte er sich ein Psychogramm von Putin (er hat sogar ein Buch darueber geschrieben) - Putin sei in solchen Strassengangs grossgeworden und er agiere heute wie ein Boss einer Strassengang. Da ging wohl seine Phantasie etwas durch. Als phantastische Literatur kann man sowas vielleicht durchgehen lassen, aber mit objektivem Journalismus hat das ueberhaupt nichts zu tun.

https://tomasspahn.wordpress.com/2014/03/04/putin-mensch-und-macht-psychogramm-eines-st...

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