Populismus und Europa

Tyler Durden, Dienstag, 24.05.2016, 23:39 (vor 3553 Tagen) @ tar2249 Views

Zum "Nationalstaatspopulismus": Also ich kann das Wort "Populismus" nicht mehr hören. Das Verunglimpfen mit Hilfe der "Populismuskeule" ist aktuell richtig en vogue.
Da haben Medien und Politik bewusst ein Begriff mit einer extrem negativen Konnotation geschaffen, der jegliche Diskussion im Keim erstickt. Und dieser Begriff wird bewusst als wertendes Attribut verwendet.
Es heißt immer, aber auch wirklich immer, die "rechtspopulistische AfD" oder "der Rechtspopulist Hofer".
Je öfter etwas wiederholt wird, desto mehr brennt es sich in das Gedächtnis, sei es nun richtig oder nicht. Das wertende Etikett wird unbewusst von der Bevölkerung aufgenommen. Es ist dann für die AfD oder Herrn Hofer kaum möglich gegen das verpasste Image rational zu argumentieren. Die Gegenseite wiederholt einfach wieder nur das Wort "rechtspopulistisch", schon sind alle Argumente vom Tisch gewischt.
Unfassbar einfach und simpel, aber extrem wirkungsvoll.
Genauso das Wort "Nationalstaatspopulismus": Hier wird der Nationalstaat ohne jegliche Angabe von Argumenten verunglimpft und mit dem Attribut "der ist schlecht" tituliert. Offensichtlich propagieren nur Unintelligente oder Menschenfänger für das veraltete Nationalstaatsgebilde.

Zu Europa: Es wird immer argumentiert, dass wir den aktuellen Frieden in Europa der EU und dem politischen Zusammenarbeiten der Nationalstaaten auf europäischer Ebene zu verdanken haben. Das ist das größte Argument für Europa.

Das halte ich für komplett falsch. Der wahre Grund ist meiner Meinung nach ein Heer an Sklaven, die für uns ohne Widerrede oder Aufbegehren, zu jeder Tages- und Nachtzeit schuften. Es sind die Energiesklaven. Das intensive Nutzen dieser Sklaven ab Mitte des zwanzigsten Jahrhundert hat die europäische Bevölkerung (kriegs)müde gemacht. Dazu kam der Einbruch der Geburtenrate in den 70igern und die technologische Hochrüstung der Kriegsausrüstung. Ein Krieg wäre mit großen Verlusten aller Kriegsparteien einhergegangen. Es gab einfach keinen vernünftigen Grund mehr ein anderes europäisches Land anzugreifen.
Europa hat funktioniert, weil es eben diesen wirtschaftlichen Wohlstand in den letzten 50-60 Jahren gab. Nur deshalb waren die Länder bereit miteinander zu kooperieren, sich zu öffnen. Werden die finanziellen und wirtschaftlichen Probleme größer, dann besinnt man sich automatisch auf den Nationalstaat. Werden die Probleme noch größer, dann zählt nur noch die eigene Familie und am Ende vielleicht nur noch man selbst.


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