Babylon

Michael Krause, Donnerstag, 12.05.2016, 18:26 (vor 3563 Tagen) @ Olivia2923 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 13.05.2016, 12:21

Vermutlich bin ich der einzige hier im Forum, der je in Babylon gewesen ist (Juli 2003). So viel zu zerstören gab es da nicht mehr. Gut, die Panzer haben einiges in den Augen von Archäologen Erhaltenswertes zerstört, aber für den Laien gibt es da nicht mehr so viel zu sehen. Wer sich für diese Kultur interessiert, ist wohl besser im Pergamonmuseum in Berlin aufgehoben. Die Plünderung der Museen in Bagdad wird auch übertrieben dargestellt. Wir wurden beispielsweise bei dem Rückflug aus Bagdad in Amman ausgiebig gefilzt. Das heißt nicht, dass nicht Kunstgegenstände aus den Museen geklaut wurden. Die Hochkultur des Zweistromlandes ist nun auch schon einige Jahre her, wie kommt es, dass diese Kulturen heute keine Rolle mehr spielen? Spielt vielleicht der radikale Islam eine Rolle? Das gilt auch für andere ehemalige islamische Hochkulturen.

Perser und Araber in einen Topf zu werfen ist übrigens eine Todsünde. Das wollte ich nur einmal anmerken, ohne es vertiefen zu wollen.

Uranverseuchte Munition gab es natürlich. Auf der Straße nach Basra gab es einen abgeschossenen Panzer nach dem anderen. Die armen Besatzungen dachten wohl, der Feind kommt auf dieser Landstraße. Heute sind diese Wracks aber entsorgt.

Weinen kann ich nur über die Art und Weise, wie Deutschland den Krieg des Hegemon in dieser Region der Welt unterstützt. Aber das interessiert hier niemanden.

Next stop Libyen, Ukraine, Yemen, Mali u.s.w. Wer das unterstützt,auch schweigend, muss auch die Menschen aus diesen Regionen aufnehmen.

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Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.


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