Am Ende bleit der uniforme Konsument übrig.
Guten Abend Albrecht,
danke, für mich sehr interessant, mal von oben im Zusammenhang zu sehen. Am Ende bleiben Konsumenten übrig, Staatsangehörigkeiten und Rassen verschwinden bzw. werden verändert. Alles verschiebt sich.
Doch frage ich mich, ob es Sinn macht, sich dagegen aufzulehnen. Meine jüngeren Kinder bis 30 wachsen schon ohne den Vergleich auf mit Zeiten, in denen man recht frei und sicher arbeiten und kalkulieren konnte, ein Bundesschätzchen stabile 8 % brachte und ein guter Facharbeiter Frau und Kinder ernähren konnte und ein Häuschen baute. Burnout kannte man nicht in dieser Form.
Doch nur wenige der jungen Leute, alle vernetzt und beobachtet, machen sich Gedanken, wohin die Reise geht. Weil sie den Anfang nicht bewusst erlebt haben.
Wir Mittelalter und Greise leiden, weil wir uns erinnern.
Wenn alle Gesetze und Verordnungen global gelten, wird das tägliche Leben dann einfacher und bezahlbarer, unbürokratischer - und dafür geben unsere Nachkommen die Individualität auf?
Mit Schrecken beobachte ich, wie sich Familien und Paare seit Jahren auf immer teurere Immobilien stürzen, sich bis zur "sicheren" Rente ausliefern und doch dabei vor Augen haben, dass sie auf einer durchgebrochenen Brücke losgegangen sind - in den Nebel.
Auch das scheint mir eine konzertierte Aktion, mit gedrucktem Geld werden große Bestände an die großen Player gehen. Darum darf der Geldsegen auch nicht unten ankommen.
Das Resultat der Neuordnung werden die noch ungeborenen Generationen erst leben. Auch wenn - wie Du schreibst - im Eiltempo durchgepeitscht wird, man hat es eilig, der Teig wirft Blasen und es geht ans Kneten und Backen.
Vielleicht wird die Welt erst nach der \"Neuordnung\" friedlicher sein? Gegen wen soll eine einzige Regierung Krieg führen. Am Ende leben wir in einer großen DDR, in allen Geschäften dasselbe Produkt und eine vorgeschriebene Meinung.
Wenn sie dieses Gebilde sozial gestalten und dem Umstand anpassen, dass es kaum noch Arbeit gibt, kann man auch als Ameise leben. Mulmig ist mir allerdings bei dem Gedanken, was sie mit den unproduktiven Ameisen vorhaben.
Wünsche einen ruhigen Abend
modesto