Und dem Ende näher?

Kurz_vor_Schluss, Donnerstag, 21.04.2016, 22:35 (vor 3585 Tagen) @ melethron2799 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 21.04.2016, 22:38

Servus melethron,
zunächst mal meinen (ehrlich gemeinten) Glückwunsch für das Projekt - ich finde es immer klasse, wenn Menschen etwas Neues schaffen - und was Ihr da gezaubert habt, ist beeindruckend - Hut ab. [[top]]
Nichtsdestotrotz kommen mir ein paar kritische Fragen dazu und die würde ich Dir als Fachmann gerne stellen - et voila:
Wir können nun also in Bildern herumlaufen - in einer Art virtuellen Realität. Bestimmt gibt es auch bald Anwendungen, in denen man Liebe machen kann oder zocken oder was weiß ich. Meine Fragen:

1. Was macht so eine Anwendung mit unserem Gehirn? Gibt es irgendwelche Untersuchungen darüber?
2. Wie hoch schätzt Du das Suchtpotenzial solcher Technik ein? Könnte sie analog zum Smartphone zur "digitalen Demenz" (Pfitzer) beitragen - oder nicht?
3. Was sind die nächsten zu erwartenden Schritte? Anwendungen für die Porno- oder Unterhaltungsindustrie? Und dann Brillen, die immer kleiner werden - oder vielleicht irgendwann Anwendungen, die man im Körper plazieren kann? Und was genau macht der Besuch in einer virtuellen Welt mit uns?

Ich bin da insofern misstrauisch, als ich Nebeneffekte vermute, die wir noch gar nicht auf dem Schirm haben (oder vielleicht haben sie andere sehr gut auf dem Schirm - das weiß ich nicht). Ich verstehe auch nichts von solchen Sachen (korrigiere mich also bitte ruhig, wenn ich etwas falsch darstelle oder eine Frage anzeigt, dass ich das tat).
Aber ich sehe meine Kollegen und deren Kinder und wie sie alle smart sind - Smart Homes, Smart Cars, Smart TVs, Smart Phones - und sie wirken nicht klüger auf mich.
Eher immer hysterischer, ängstlicher und leider auch dümmer. Sie verstehen viel von allen technischen Anwendungen, stürzen sich auch begeistert auf alles Neue - aber von der Welt oder was in ihr vorgeht scheinen sie nicht mehr, sondern eher weniger zu verstehen.

Von daher frage ich mich, wozu das Eintauchen in virtuelle Welten auch führen wird. Gut, wir können also Cuzco oder Pnomh Penh aufsuchen - wir können auf den Himalaya oder irgendwann auch in die Tiefsee.
Wie sehr verlieren wir damit den Kontakt mit der Realität - und mit uns? Wenn irgendwann Menschen lieber in virtuellen Welten als in der echten zuhause sind - wss dann?
Das sind eher philosophische Fragen, ich weiß - aber mir macht der technische Fortschritt Gedanken und mir scheint, dass weniger die Technik unser Diener, vielmehr wir zunehmend Sklaven der Technik werden.
Was übertrieben gedacht sein mag, doch habe ich bei manchem ein ungutes Gefühl. Ein paar gute Argumente von Dir könnten also hier ggf. helfen und ich bin gespannt auf Deine Antwort.
Beste Grüße und besten Dank im voraus
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin


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