Das ist ja eine super Nachricht (Nicht der Kaiser, sondern Russland brachte d. Reich Frieden ... „Hüter“ d. Reichsverfassung)
Hallo melethron (aka David),
danke für die gute Nachricht!!
Habe mir gerade viel zum römischen Reich (und der Antike an sich, sowie den Nachfolgertheorien*) angesehen. Da gibt es nun schon ein paar 3-D Animationen, aber da ist mit Sicherheit noch sehr viel zu tun.
Wie auch immer: Weiter viel Erfolg!
Viele freundliche Grüße
azur
* auch die Russen sehen sich als Nachfolger: https://de.wikipedia.org/wiki/Drittes_Rom und galten als Hüter der Verfassung des HRR-DN:
"Im von Russland regelrecht erzwungenen Frieden von Teschen vom 13. Mai 1779 erhielt Österreich zwar das Innviertel zugesprochen. Der Kaiser stand dennoch als Verlierer da. Zum zweiten Mal nach 1648 musste ein innerdeutsches Problem mit Hilfe ausländischer Mächte geregelt werden. Nicht der Kaiser, sondern Russland brachte dem Reich Frieden. Russland wurde neben seiner Rolle als Garantiemacht des Teschener Friedens auch eine Garantiemacht des Westfälischen Friedens und damit einer der „Hüter“ der Reichsverfassung."
https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_R%C3%B6misches_Reich#Das_Reich_bis_Mitte_des_18.... (insgesamt sehr interessant)
Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Translatio_imperii
"Die Idee der translatio imperii basiert auf der aus dem Buch Daniel (Dan 2,21 EU) stammenden Vier-Reiche-Lehre. In seinem Kommentar zum Buch Daniel ordnete der spätantike Kirchenvater Hieronymus der Textstelle andere Reiche zu: Babylon, Persien, Griechenland und Rom. Nach dem letzten Reich sollte das Weltende folgen.
476 erlosch das römische Kaisertum im Westen, während im Osten das oströmisch/byzantinische Reich weiterbestand. Die Sultane sahen sich nach der osmanischen Eroberung von Konstantinopel/Istanbul in der Kontinuität des damit endgültig eroberten Oströmischen Reichs. Sultan Mehmed II. „der Eroberer“ brachte das durch die Übernahme des Kaisertitels zum Ausdruck. Im Mittelalter wurde im Westen nach der Kaiserkrönung Karls des Großen in Rom durch Papst Leo III. am 25. Dezember 800 die Idee eines erneuerten Römerreichs vertreten, womit das „4. Reich“ nicht untergegangen war.
Allerdings sind direkte Bezüge darauf, dass die römische Kaiserwürde auf die Franken übergegangen sei, erst um die Mitte des 9. Jahrhunderts greifbar. Später wurde auch das Vier-Reiche-Schema im eschatologischen Sinne wieder aufgenommen. Nach dem Zerfall des Frankenreichs trat schließlich das Ostfränkische Reich an dessen Stelle, dessen Herrscher Otto I. 962 die Kaiserwürde erlangte. Dass das Imperium in der Nachfolge des Römerreichs stehen würde, kam aber erst im Laufe des 10./11. Jahrhunderts auf, und seit dem 13. Jahrhundert wurde das Reich als Heiliges Römisches Reich bezeichnet.
Somit bezeichnet im Mittelalter translatio imperii in erster Linie die Übertragung der römischen Kaiserwürde, wobei auch eine kuriale Translationstheorie entstand, wonach das Kaisertum nur durch den Papst übertragen werden könne. Die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches stützten sich auf ihre römischen Vorgänger und leiteten so ihre Befugnis ab, Gesetze zu erlassen. Im Zusammenhang mit dieser Lehre steht die Anwendung des Corpus Iuris Civilis, eines Gesetzeswerkes des oströmischen Kaisers Justinian I. Die Vorschriften wurden zwar gewohnheitsrechtlich übernommen, im Mittelalter bestand aber das Bedürfnis, die Geltung dieser Rechtssätze auf eine Autorität zu stützen. So entstand die Legende, Kaiser Lothar habe dieses Gesetzeswerk wiederentdeckt und zu geltendem Recht erklärt (Lotharische Legende). Auf der Grundlage der translatio imperii erschien es auch konsequent, römisches Recht fortzuführen.
Gelehrte unterschiedlicher Herkunft versuchten, ihr Land an das Ende einer Herrschaftskette zu setzen, und entwickelten alternative Interpretationen der translatio imperii:
• Otto von Freising (deutscher Bischof, 12. Jh.): Rom → Byzanz → Frankenreich → Langobardenreich → Heiliges Römisches Reich
• Chrétien de Troyes (französischer Dichter, 12. Jh.): Griechenland → Rom → Frankreich[1]
• Richard de Bury (englischer Bischof, 14. Jh.): „Athen“ (Griechenland) → Rom → „Paris“ (Frankreich) → Großbritannien
Translatio imperii in der Neuzeit
In der Neuzeit setzten sich die aufstrebenden Großmächte Spanien (16. Jahrhundert), Frankreich (17. Jahrhundert) und England (17. Jahrhundert) in die Tradition der translatio imperii, teils im Glauben, als fünftes Reich das Königreich Gottes zu verwirklichen, teils ohne den apokalyptischen Bezug.
Inzwischen trat eine weitere Auffassung hinzu, die der zivilisatorischen Westwanderung. Dem Lauf der Sonne folgend (ex oriente lux) hatte sich das sein Zeitalter beherrschende Land und damit Zentrum der damaligen Zivilisation immer weiter nach Westen verschoben, z. B. Persien → Griechenland → Rom → Spanien oder Persien → Griechenland → Rom → England.
Diese Auffassung war besonders in den jungen Vereinigten Staaten verbreitet. Die ehemaligen Kolonisten sahen sich und ihre Staatsform den absolutistischen Systemen der Alten Welt überlegen und leiteten daraus in ihrem Fortschrittsoptimismus einen Übergang der Zivilisation vom englischen Empire auf das fünfte Reich, god’s own country, ab. Für den Aufbau eines den Vorgängerimperien vergleichbaren Reiches war eine weitere Besiedlung des amerikanischen Kontinents nötig (siehe Manifest Destiny). Als Rechtfertigung für den amerikanischen Imperialismus um 1900 wurde die Idee wieder aufgegriffen, das „Licht der Zivilisation“ weiter nach Westen über den Pazifik (z. B. auf die Philippinen) zu tragen.
Vertreter des Gedankens eines fünften Reichs in Amerika waren z. B. George Berkeley (möglicherweise identisch mit George Berkeley) und Josiah Strong.
Siehe auch
Restauratio imperii ( https://de.wikipedia.org/wiki/Restauratio_imperii )
Drittes Rom"
Aus letzterem u. a. interessant: "ofia hatte zwei Brüder (Manuel und Andreas), Iwan III. konnte daher keine Erbansprüche auf den byzantinischen Kaiserthron geltend machen. Ihr Bruder Andreas verkaufte sogar seine byzantinischen Erbansprüche 1483 an einen spanischen Granden und 1494 nochmals an König Karl VIII. von Frankreich. Auch soll man nicht vergessen, dass Sofia gar nicht griechisch-orthodox war, als sie nach Moskau kam, sondern der Unierten Kirche angehörte. Sie hatte Byzanz nie gesehen, somit ist es eher unwahrscheinlich, dass sie das byzantinische Hofzeremoniell nach Moskau brachte. Der Doppeladler taucht erst in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts in Byzanz auf und war nie ein unmittelbares Herrschaftszeichen des byzantinischen Kaisers."
Der Doppeladler als altes Symbol...
(später gab es noch das: https://de.wikipedia.org/wiki/Kataphrakt#Kataphrakten_in_der_r.C3.B6mischen_Armee
"Der drago besteht aus einem offenen zylindrischen Metallkörper, dessen vorderes Endstück als Drachenkopf gearbeitet ist. Am hinteren Ende war ein langer Luftsack aus leichtem, gefärbten Stoff befestigt, der sich bei Gegenwind aufbläht. Ein gut erhaltener Drachenkopf wurde im Kastell Niederbieber gefunden. Er besteht aus versilbertem und zum Teil auch vergoldetem Kupferblech. Ammianus Marcellinus beschreibt eine Szene, in der Constantius II. von mit Purpurfäden durchwirkten Drachenstandarten umgeben ist, die auf vergoldeten und mit Edelsteinen (wahrscheinlich aber nur Steine aus Glas) dekorierten Lanzenspitzen stecken. Wurden die Drachenköpfe direkt in den Wind gehalten, sollen sie, nach antiken Berichten, auch zischende Geräusche von sich gegeben haben. Diese Geräusche könnten durch metallene Lamellen oder Drähte innerhalb des Drachenmauls hervorgerufen worden sein und sollten den Feind einschüchtern...")
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