Bremer Blick
Hallo,
ich habe zwar keine Erfahrung aus Elternsicht, aber da meine Holde hier Lehrerin ist, erfahre ich den tagtäglichen Unsinn ziemlich hautnah.
1) Hausarbeiten.
Gibt es de facto so gut wie gar nicht. Oberschulen sind hier in der Regel Ganztagsschulen und gehen bis circa 15.30 Uhr. Da bleibt nicht mehr viel Zeit und es erspart auch etwaige Korrekturen.
2) Noten
Das Kollegium ist gehalten "brauchbare" Notenspiegel zu korrigieren.
Das führt zu unterschiedlichen Strategien:
Ein Teil des Kollegiums schreibt die Arbeit, stellt fest das der Schnitt nicht brauchbar wäre und erklärt die Arbeit zur "Probearbeit". 3-4 Tage später wird exakt die gleiche Arbeit eben nochmal geschrieben. Das Ganze geht so lange, bis der Schnitt "stimmt".
In anderen Fächern werden eben so viele Punkte verteilt, bis es passt.
Da in den Oberschulen das Sitzenbleiben abgeschafft wurde, ist die Bdeutung der Noten eh nicht mehr so hoch.
In jüngeren Klassen gibt es auch keine eigentlichen Noten mehr, sondern nur noch smilies.
3) Konsequenz
Im Moment spart man mit diesem System sicherlich einiges an Geld.
Längerfristig stehen uns diverse Deppen bevor.
Da hier bei uns der Anteil der H4-Bezieher bzw. der prekär Beschäftigten besonders hoch ist, wird das nicht weiter auffallen.