konstruktive Kritik erbeten!

Weiner, Dienstag, 08.03.2016, 22:48 (vor 3626 Tagen) @ Falkenauge2848 Views

Hallo Falkenauge!

Du schreibst zusammengefasst und auf den Punkt gebracht:

Parteien gehören abgeschafft!

Das allerdings ist zu wenig. Wer den König stürzen will, muss einen Nachfolger präsentieren.

In Deinem verlinkten Artikel finden sich ebenfalls keine Vorschläge, gemäß denen ein Ausweg entwickelt werden könnte.

Meine Meinung: Das Grundgesetz, das Wahlgesetz und das Parteiengesetz reichen aus, um alle Probleme zu bewältigen. Es macht nichts aus, wenn sie fehlerhaft oder unvollkommen sind. Über die Geschichte hinweg und mit anderen Weltregionen verglichen sind sie sogar sehr gut. Auch mit einem schmutzigen Besen lässt sich kehren, und mit einer löchrigen Schüssel Wasser schöpfen. Die allgemein gute Sitte und der gesunde Menschenverstand können eventuelle Mängel meistens ausgleichen.

Das Problem liegt also nicht am System sondern an den Bürgern. Denn die haben heute in der Mehrheit weder gute Sitte noch gesunden Menschenverstand - und erst recht nicht Sachkenntnis in Detailfragen (ohne die es heute aber nicht mehr geht). Außerdem wollen sie die politische Drecksarbeit überhaupt nicht machen. Und in dieses Vakuum stoßen dann "die Parteien" - und nutzen es rücksichtslos für sich aus.

Die Krise ist aber auch eine Chance. Man wacht auf. Es kommt jetzt darauf an, ob sich der gesunde Menschenverstand, die gute Sitte und die Sachkenntnis gemeinschaftlich organisieren und durchsetzen lassen. Wir haben davon in Deutschland immer noch kostbar und viel genug.

Früher gab es einmal die Idee der Volkspartei. Sie ist in den 12 Jahren vor 1945, nach meiner Meinung aber auch in den Jahrzehnten danach wieder mehr und mehr diskreditiert worden. Es ist dennoch eine gute Konzeption.

Angela Merkel ist der Versuch, dieser Idee den allerletzten Todesstoß zu geben: sie regiert mit einer abgehobenen SPD-Spitze gegen die CDU/CSU-Basis und gegen das Volk. Nur in den letzten Tagen Honeckers und Hitlers waren Deutsche politisch gesehen so machtlos, so hilflos und so einsam wie heute.

Es muss jemand ein konstruktives Mißtrauensvotum formulieren, so einfach und klar, dass jeder Bürger und jede Bürgerin es versteht. Und zwar vor der nächsten Bundestagswahl.

Sie riecht es. Wie ein Tier. Sie versucht, Chaos zu erzeugen. Das wird zur Forderung nach Neuwahlen führen. Dem wird der Gauckler gerne nachgeben. Zu einer "großen Koalition" wird es immer noch reichen, notfalls zu einer Ampel. Und dann haben sie nochmals vier Jahre Zeit für ihre Verbrechen, die denen der anderen nicht nachstehen werden. Heute könnten sie den Notstand noch nicht ausrufen. Nach der Wahl ist alles möglich.

Im Ernst,
Weiner


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