Klare Vorstellungen sind dem Charakter, der mir mitgegeben wurde, bisher fremd.

trosinette, Dienstag, 02.02.2016, 14:26 (vor 3641 Tagen) @ Kurt1961 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 02.02.2016, 20:13

Guten Tag,

Ich hätte auch nie eine klare Vorstellung von Determinismus,
Willensfreiheit (und anderen Sachen) entwickelt, wenn ich
mich nicht damals in den legendären Threads
wie verrückt an Rütli, Sokrates et.al. gerieben hätte.

Mit klaren Vorstellung kann ich leider nicht dienen. Ich bin aus charakterlichen Gründen stets mit Restunklarheit beladen. Mir ist nicht mal klar, ob klare Vorstellungen überhaupt möglich sind oder ob man sich bei der vermeintlichen Klarheit nur was vormacht.

Vielleicht lässt mein schwächliches Selbstbewusstsein die Vision einer klaren Vorstellung auch einfach nicht zu. Mein schwächliches Selbstbewusstsein habe ich mir in meiner Kinderstube zugelegt. Diese Kinderstube war wiederum meinen Eltern geschuldet, die sich infolge des 2. Weltkriegs ein mehr oder weniger ausgeprägtes Trauma eingefangen haben. Beide waren, im Gegensatz zu einem Ernst Jünger, charakterlich und emotional offenbar etwas zart besaitet, was wiederum …. geschuldet war usw. usf.

Bevor mich aber das Thema Willensfreiheit hibbelig werden lässt, müsste ich erstmal eine klare Vorstellung entwickeln, was es für einen Unterschied macht, ob ich fälschlicherweise glaube, dass mein Geschreibsel einer freien Willensentscheidung geschuldet ist oder ob ich weiß, dass mein Geschreibsel kein Akt der Willensfreiheit ist, sondern das Ergebnis einer determinierten zwangsläufigen Kausalkette darstellt, die sich Rückblickend irgendwo im Nirwana verläuft.

Mit freundlichen
Schneider


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.