Libet-Experiment hin oder her

Zarathustra, Sonntag, 31.01.2016, 14:12 (vor 3643 Tagen) @ Leserzuschrift2401 Views
bearbeitet von Zarathustra, Sonntag, 31.01.2016, 14:24

Dass Willensakte determiniert sind (= auf unzähligen Ursachen / Gründen beruhen), ist auch ohne dieses Experiment völlig logisch. Kein Akt kommt aus dem Nichts (ohne Grund) zustande. Es gibt auch kein sogenanntes Bereitschaftspotential. Der Weltenlauf ist nichts potentielles, sondern der einzige, und damit auch der einzig mögliche.


Wenn der morgige Tag zu Ende geht, wird sich entweder die Aussage „An diesem Tag hat eine Seeschlacht stattgefunden“ oder die Aussage „An diesem Tag hat keine Seeschlacht stattgefunden“ als wahr erwiesen haben. Das bedeutet, dass die gegenteilige Aussage falsch ist. Wenn die Schlacht an dem betreffenden Tag stattfindet, ist die Aussage, die dies feststellt, absolut wahr und die gegenteilige absolut falsch. Die Wahrheit der Aussage ist nicht von dem Zeitpunkt, zu dem sie gemacht wird, abhängig. Somit trifft die Aussage nicht nur zu jedem beliebigen künftigen Zeitpunkt zu, sondern gleichermaßen auch schon jetzt und zu jedem Zeitpunkt der Vergangenheit. Daher kommt der Aussage „Morgen wird eine Seeschlacht stattfinden“ heute der gleiche Wahrheitswert zu wie der übermorgen getätigten Aussage „Gestern fand eine Seeschlacht statt“. Also steht schon heute fest und stand schon immer fest, ob die Schlacht an dem betreffenden Tag stattfindet oder nicht. Es gibt nicht zwei Möglichkeiten, von denen sich theoretisch die eine oder die andere verwirklichen kann, sondern von vornherein nur die eine, die tatsächlich eintritt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fatalismus#Logischer_Fatalismus


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