Thermische Effekte und Frage an @Ottoasta oder andere Experten
Hallo Fussgänger,
Fragen zu "thermischen Effekten" gehen mir auch gerade durch den Kopf,
deshalb hänge ich meine Fragen, die eigentlich an @Ottoasta oder andere
Experten auf diesem Gebiet gehen, hier an.
@Fussgänger, Du schreibst:
Das Glas Wasser neben dem Mobiltelefon wird nicht erkennbar wärmer.
Aber das Mobilteil sendet nur dann maximal, wenn man telefoniert und auch dann
nur mit vergleichsweise geringer Stromstärke, dazu komme ich nochmal weiter unten.
Und ich persönlich telefoniere seit Jahren nur noch auf "Lautsprecher", halte also
kein Telefon mehr an mein Ohr, weil mir selbiges sonst warm wird.
Ich scheine da sensibel zu reagieren, aber ich weiß es von früheren langen
Gesprächen mit Handy oder Mobilteil zuhause, dass mir dann das Ohrwaschel warm wird
und ich spätestens alle 5 Minuten zum anderen Ohr wechseln musste.
Deswegen telefoniere ich eben schon lange nicht mehr mit dem Hörer am Ohr.
Meine offline vorbereitete Frage an @Ottoasta:
Hallo Ottoasta,
vielleicht magst Du uns bei dieser Diskussion helfen?
(http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=387705)
Ich habe zu dieser „Wassererregungsfrequenz“, wie ich es genannt habe, eine Frage:
Zwei Möglichkeiten sind für mich vorstellbar:
Entweder: Wassermoleküle sind im kompletten Frequenzspektrum, das von 22,345 Ghz
bis ~ 2,3 Ghz reicht, erregbar und man hat sich halt für Europa auf die 2,455 Ghz
als Mikrowellengerätfrequenz geeinigt.
Oder: Wassermoleküle (bzw. die anregenden Frequenzen) reagieren eher wie Obertonreihen:
Wenn ich auf einem Saiteninstrument eine Saite anschlage, dann reagieren nur
diejenigen anderen Saiten mit, die in Resonanz zu der angeschlagenen Saite stehen;
übertragen auf die „Wassererregungsfrequenz“ bedeutet das m.E.:
Entweder sind Wassermoleküle BEI ALLEN Frequenzen zwischen 2,3 und 22,34 Ghz erregbar,
oder Wassermoleküle werden nur bei GANZ BESTIMMTEN Frequenzen in diesem Spektrum angeregt,
z.B. eben bei genau 2,455 Ghz
Warum schreibt aber @Romeo in diesem Zusammenhang dann von 2450 +/- 50 MHz
und von „willkürlichen“ Frequenzen wie 2300 und 2700 Mhz?
Und wenn es so wäre, dass auch die 2,4-Ghz-Frequenzen für Fernbedienungen und Mobilteile
in der Lage sind, Wassermoleküle zu erregen, könntest Du dann bitte kurz den Unterschied
zwischen der Wirkung der „gerichteten und nach außen abgeschirmten“ 2,455 Ghz in
Mikrowellengeräten und den eher ungerichteten, aber auch nicht abgeschirmten 2,400 Ghz
bei Fernbedienungen, Videobrillen, W-LAN-Kopfhörern und Telefonen erklären?
Da die Stromstärke ja bestimmt eine Rolle spielt:
Bei einer 1000-Watt-Mikrowelle müssten ~ 4 Ampere fließen (1000W/230V)?
Bei einer Fernbedienung fließen ~ 250 mA, in 10 Minuten also ca. 40 mA?
(Diesen Näherungswert habe ich von hier.)
Und die 1,2-Volt-Batterie in meinem Mobilteil ist relativ schnell leer,
wenn ich telefoniere, also werden da wohl auch ein paar Dutzend Milliampere fließen,
also immerhin ~1/100 der Energie, die Wasser zum Kochen bringt, wenn ich das richtig
überschlagen habe. Und das direkt am Ohr.
@Ottoasta, wenn Du das liest und Zeit und Lust hast,
dann beantworte diese Fragen bitte, denn wenn ich das nun richtig verstanden habe,
wäre es doch kein Wunder, wenn mein Ohr warm wird, wenn es mit einem Hundertstel
der Energie eines Mikrowellengerätes bestrahlt wird?
Weil... manche Kollegen haben gesagt, ich bilde mir diese Ohrwaschelerwärmung nur ein,
also ist das vielleicht gar keine Einbildung, sondern "nur" der Nebeneffekt der 2,4-Ghz-Frequenz?
Grüße,
Loki