Burn Out als Phänomen
Zunächst noch mal frohes Fest an alle und herzlichen Dank an die Leitung dieses Forums.
neben der Funkstrahlenbelastung sehe ich die Belastung durch permanenten
Daueraufenthalt in den Sozialen Medien und Belästigungen durch Emails als
wesentlichen Grund für den Burn-Out an.
Völlige Zustimmung im Wesentlichen!
Als Anmerkung aber meinerseits, dass das Burnout Syndrom als AU-Diagnose aus m.E. merkwürdigen Gründen gesellschaftlich anerkannt ist, ähnlich wie früher der Herzinfarkt als "Managerkrankheit". Besonders merkwürdig ist das, da einerseits die "Psychodiagnosen" insbes. bei Männern höchst suspekt waren und Burnout auch assoziert, dass man mit den Anforderungen nicht zurechtkomme, dass man sich möglicherweise nicht so recht organisiert hat etc.
Anders ist das bei Schizophrenie, Panikstörungen oder schwere Depressionen, die quasi auf den Betroffenen herunterfallen und teilweise auf endogene Transmitterstörungen zurückgeführt werden, für die also der Betroffene nicht eigentlich verantwortlich gemacht werden kann.
Vermutlich hast Du aber den Begriff weiter gefasst und die Störungen besonders bei Kindern und Jugendlichen mitgemeint, bei denen ich Dir auch gerne zustimme.
M. E. sollte die Schule (als ehemaliger dort tätiger darf ich das wohl sagen) in bestimmten Umfang temporär internet- und rechnerfrei sein sollte und sich auf den Prozessor im Kopf konzentrieren. Ich erinnere mich an Klassenarbeiten, wo Schüler, die damals programmierbare Taschenrechner benutzen lange herummachten und schlechter abschnitten, als die, die ihre paar Formeln im Kopf hatten.
Wenn man beobachtet, was für ein grauenvolles Deutsch in Internetmedien auftaucht, welche elementaren Schwächen bei elementaren Kenntissen in Physik und Mathematik offen zutage treten ("Medienschaffende" kokettieren gerne mit ihrer mangelhaften Physik-Leistung...) so muss man konstatieren, dass der "Endogene Prozessor" sträflich vernachlässigt und überfordert ist.
Vermutlich sind aber eher weder die Schule noch primär die Eltern Ursache, sondern die sozialen Zwänge und die Medien.