Heil und Unheil
Oder ist das nur Geplapper?
Ich muss schon sehr bitten. Natürlich denke ich mir zu allem was Fundiertes.
Das Heil war für die Germanen sehr wichtig, sozusagen die Hauptsache und ständig durch das Unheil bedroht, womit sie bereits das Konzept der Entropie erfasst hatten.
Empfehlung zu Welt und Mythos der Germanen: Gerhard Nebel, Die Not der Götter. Daraus: Der Germane wittert Heil und Unheil, diese Witterung setzt sich sogleich in Taten um, er wird vom Heil angezogen und vom Unheil abgestoßen. Der Mensch fällt nicht durch Schuld aus dem Heil und bleibt durch Tüchtigkeit in ihm, vielmehr lassen Schuld und Tüchtigkeit erscheinen und erkennen, ob er im Heil ist oder nicht.
Er widmete dem Heil ein eigenes Kapitel.
Im Deutschen noch rudimentär zu finden in Grüßen wie Waidmannsheil, Petri heil, Ski heil, Berg heil usw. (Berg heil bitte am Klettersteig gegenüber jungen Leuten mit Vorsicht anwenden, die fallen vor Schreck leicht runter.)
Heil Hitler ist natürlich Käse und solche Beschwörung hatten die Nazis auch bitter nötig bei dem Versuch, ihr Unheil an den Mann zu bringen. Es nutzte schließlich nichts, denn Heil kann der Mensch nicht erzeugen. Das haben Lubitsch mit "Ich heil mich selbst" und Valentin mit "Heil Kräuter" genial pariert.
Da es natürlich Heil und Unheil immer noch gibt, hat sich im besagten "hi" die Sehnsucht nach dem Heil wieder an die Oberfläche geschlichen und wir sollten die, wenn auch oft unbewusste, Berufung auf das Heil im Gruß be-grüßen.