Ergänzung

Kaladhor, Münsterland, Sonntag, 13.12.2015, 10:12 (vor 3707 Tagen) @ Suchtberater3925 Views

Es bestand für die überwältigende Mehrheit (um nicht zu sagen alle)
keinerlei Gefahr an Leib und Leben, da sich die überwältigende

Mehrheit

aus Notunterkünften in der Türkei auf den Weg gemacht haben ins

"gelobte

Land". Diese Menschen haben den Status "Kriegsflüchtling" mit dem
Grenzübertritt zur Türkei abgelegt (sofern sie denn aus Syrien

stammten!)

und sie sind auch unterwegs durch keine Kriegsgebiete gekommen. Wo sind

das

also noch Flüchtlinge?


Ich vermute du anerkennst wenigstens, dass die Flucht aus Syrien legitim
ist? Wenn nicht: dort herrscht Krieg, die werden gebombt und gemeuchelt,
von x-Parteien, u.a. auch von IS, Russen, Amis, Briten, Franzosen... also
diese Fluchtgründe wirst du auch anerkennen, oder?

Habe ich nie bestritten. Der Punkt ist die Definition des Begriffs "Flüchtling". Menschen, die aus ihrem kriegsgeplagten Land flüchten, sind spätestens beim Erreichen eines Nachbarlandes, wo kein Krieg herrscht, keine Flüchtlinge mehr. Und Menschen, die auf ihrem Weg nach Deutschland mehrere Länder durchwandern, sind erst recht keine Flüchtlinge mehr.

Okay, dann sind mal alle in der Türkei. Und wie bitte, sollen sie dort
leben und überleben? Wenn Dein Haus brennt wirst Du auch nicht nur wenige
Meter weiterhuschen, bis dir die Flammen nichts mehr anhaben können. Du
wirst schauen wo du die Nacht verbringen kannst. Jetzt ist da ein Feld,
eine Scheune oder ein Hotel. Was wählst du? Sag jetzt nicht, das Feld
würde denen doch genügen. Doch, du kannst das sagen, aber dann bist
unemnschlich. Da sind Greise darunter, da sind Kinder, da sind Schwangere,
Verletzte... jetzt kommt MENSCHLICHKEIT und BRÜDERLICHKEIT ins Spiel. Und
ja, wenn die Flüchtlinge schon vor sie Deutschland erreichen eine
angemessene Bleibe finden, dann können sie dort bleiben. Deshalb ist die
Verteilung nun ein wichtiges Ziel. Aber nur nen Stacheldraht um eine Wiese
zu ziehen genügt nicht....

Genau das ist das europäische Versäumnis, übrigens nicht nur in der Türkei.
Die jeweiligen Aufnahmeländer werden bzw. wurden mit diesem Problem vollkommen allein gelassen. Warum wurde dort vor Ort nicht geholfen? Mit Hilfsgütern und Geld, zumal man dort vor Ort mit der gleichen Geldmenge wesentlich mehr hätte erreichen können als jetzt hier in Europa.
Auch Griechenland wurde völlig allein gelassen mit den Hunderten/Tausenden, die da über das Mittelmeer auf die griechischen Inseln gespült wurden...obwohl wir hier in Zentraleuropa ganz genau wissen, dass gerade die süreuropäischen Länder finanziell alle auf dem letzten Loch pfeifen.

Was die Verteilung dieser Menschenmassen angeht....fast komplett Osteuropa hat da bereits dankend abgelehnt, da diese Länder selber genug eigene Probleme haben. Da wird auch das Androhen von Streichung irgendwelcher EU-Gelder nichts daran ändern.

Übrigens, unmenschlich ist es, wenn sich unsere Regierungschefin hinstellt und in einem Anflug - naja, eher Dauerzustand! - geistiger Umnachtung von "Keine Obergrenze für Asyl" und "Wir schaffen das" redet. Laut GG gibt es kein allgemeines Recht auf Asyl außer für politisch Verfolgte!
Ihre Aufgabe wäre es gewesen, wenn schon nicht unsere eigenen Grenzen, dann doch zumindest die europäischen Außengrenzen zu sichern! Ihre Aufgabe wäre es gewesen, im Konsens mit den anderen europäischen Regierungen, nach Mitteln und Wegen zu suchen, den Flüchtlingen bspw. in der Türkei zu helfen. Aber all das wurde unterlassen bzw. erst viel zu spät überhaupt angedacht.

Was die Struktur der Menschenmassen angeht:
80% - und das ist wahrscheinlich noch zu niedrig geschätzt! - sind junge, wehrfähige Männer! Warum müssen wir jetzt eigentlich Soldaten da runter schicken, während diese Männer sich hier die "Eier schaukeln"? Warum werden die nicht eingesammelt und militärisch ausgebildet und ausgerüstet und dann zurück geschickt, um ihre Heimat zu "befreien"? Im 2. WK gab es auch diverse Einheiten "Freie Polen", "Freie Holländer", "Freie Belgier", "Freie Franzosen", die dann an der Seite der Alliierten gegen den gemeinsamen Gegner gekämpft haben.

Fakt ist, dass man so bald man kritische Fragen stellt und beginnt zu hinterfragen, man hier als Nazi hingestellt wird, als unmenschlicher Rassist. Unmenschlich ist es, diese Menschen hier her kommen zu lassen, unbewusst gewisse Erwartungshaltungen weckt, nur um sie dann hier in irgendwelchen Zeltlagern einzupferchen.

Gruß,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!


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