30 Mrd.? 100 Mrd.?! Egal. Es geht doch um die Lebensrettung von vor Krieg, Folter und Verfolgung geflohener Opfer. Oder?
Dazu ein Interview mit einem syrischen "Flüchtling" von der Huff. Post, 02.12.15:
http://www.huffingtonpost.de/ramin-peymani/syrer-fluechtling-supermarkt_b_8689306.html?...
""Bist Du mit Deiner Mutter geflohen? Warum ist deine Schwester nicht mitgekommen?"
"Nein, ich bin nicht geflohen. Keiner von uns muss fliehen. Das Assad-Regime ist zwar grausam und ungerecht, aber man kann in Syrien leben, wenn man sich nicht mit ihm anlegt."
"Und der IS?"
"Ich komme aus Damaskus, wie die meisten, die ich im Camp getroffen habe. Da gibt es keinen IS, das ist in anderen Regionen, zum Beispiel Richtung Irak."
"Willst Du damit sagen, die meisten Syrer fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung?"
"Ja. Meine Freunde und ich sind gegangen, weil wir nicht nur Armee wollten. Und weil es eben in Europa leichter ist, einen guten Beruf zu bekommen und Geld zu verdienen."
"Und warum kommen gerade jetzt so viele? Ist das Assad-Regime schlimmer geworden?"
"Nein. Er ist ja schon einige Jahre an der Macht. Er ist grausam und lässt Regime-Gegner umbringen, aber meine Familie und ich hat das nicht betroffen. Auch nicht meine Freunde."
"Warum also jetzt?"
"Im Sommer haben wir im Internet gesehen, dass Deutschland Menschen sucht, die dort leben wollen. Wir wurden von Euch eingeladen, hier her zu kommen. Und es hieß, der Staat würde für uns sorgen und wir würden hier eine Arbeit finden."
Auch der ein odere andere Landrat soll da zuletzt irgendwie ins Grübeln gekommen sein-04.12.15
:
http://www.sz-online.de/nachrichten/asylbewerber-protestieren-3267442.html?ref=yfp
"Weil ihnen die Unterkunft in Roßwein nicht gefällt, demonstrieren sie in Freiberg. Der Landrat ist frustriert.
...
Zur selben Zeit sitzt Landrat Matthias Damm (CDU) am Donnerstagvormittag mit Pressevertretern zusammen. Er erhält einen Anruf und erfährt, dass die Flüchtlinge demonstrieren. Dass es die Beschwerden über die Unterbringung gibt, darüber war er bereits im Vorfeld informiert worden. Er wirkt abgespannt, frustriert, resigniert. „Wir haben vorab von zwei unabhängigen Mitarbeitern unseres Hauses prüfen lassen, ob die Zustände zumutbar sind. Der Kellerbereich ist nicht hervorragend, klar. Aber zumutbar“, sagt er.
Damm ergänzt: „Wer aus einem Kriegsgebiet kommt, vor Bomben flieht und einen Gehweg einer sicheren Unterkunft vorzieht, da kann ich mich nur wundern. Und das ist dann nicht mehr unser Problem.“ Als er davon erfuhr, habe er angewiesen, dass die Türen offen bleiben, damit die Flüchtlinge jederzeit Zugang zum Haus haben. Mehr könne der Kreis in so einer Situation nicht tun."
Gruß