Ich fühle mich missverstanden...
Liebe Silke,
danke für deine ausführliche Antwort.
Ich fühle mich von Dir missverstanden.
Ich glaube tatsächlich, dass Ashitaka viel zu sagen hat.
Ich hatte ihn immer sehr gern gelesen und er hat mich auch befruchtet, aber ich verstehe seine Angebote sehr oft, und in letzten Jahren immer öfter, einfach inhaltlich(!) nicht.
Ich will gar nicht gegen ihn polemisieren, oder dafür aufrufen, dass er gesperrt wird.
So was liegt mir derart ferne...
Ich habe mit seinen Hinterfragungen überhaupt gar kein Problem.
Paris, Flugzeugabstürze usw.
Im Gegenteil, ich würde sie einfach gerne verstandesmäßig verstehen.
Es ist tatsächlich so, dass ich viele Texte 5x gelesen hatte, Google befragt und sie immer noch nicht verstanden hatte.
Mein Intellekt reicht dazu offensichtlich nicht.
Keine Ahnung, ob das nur mir so geht.
Wie gesagt, ich halte mich für relativ intelligent, aber so umschleicht mich der Gedanke, dass wenn ich das nicht verstehe, wer es dann versteht?
Insofern finde ich es großartig, wenn Du die Texte verstehst.
Wie gesagt, das würde ich auch wirklich sehr gerne.
In seiner Flöte scheinen wohl ne Menge Böcklinsche Wolken und herrliche Zillesche Gestalten zu sein.
Es reicht bei mir halt nicht, sie zu sehen.
Und es frustriert mich, wenn ich die Dinge mehrfach lese und nicht verstehe.
Andererseits kenne ich viele intelligente Menschen, denen es mit Nietzsche ähnlich geht.
Sie bemühen sich aber er ihnen zu anstrengend und sie lassen es.
Für mich dagegen gehen seine Gedanken runter wie klares, kühles Wasser.
Keine Ahnung, vielleicht liegt es wirklich nur an mir.
Bei Ashitaka hatte ich das Gefühl, dass er weiß, dass er zu kompliziert schreibt und ich war überzeugt, dass er es einfacher könnte.
Mein Bemühen seit Jahren geht in die Richtung alle meine Gedanken möglichst einfach zu vermitteln.
Danke und Gruß
Hinterbänkler
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...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'